NATURHEILKUNDE aktuell

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Politische Schieflage - Ein Appell zur Förderung der Naturheilkunde

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Ein Appell zur Förderung der Naturheilkunde

Die rund 20.000 in Deutschland zugelassenen Heilpraktiker führen im Schnitt pro Jahr 15 Millionen Behandlungen durch und entlasten dadurch die Kostenträger jedes Jahr in Milliardenhöhe. Täglich konsultieren bundesweit circa 60.000 Patienten die Heilpraktikerpraxen und sind bereit, die Leistungen ihres Behandlers aus eigener Tasche zu zahlen.

Obwohl über 75 Prozent der Bundesbürger Angebote von Heilpraktikern nutzen, liegt der Etat für naturheilkundliche Forschung weiterhin im Prozent- bzw. Promillebereich. Für die Entwicklung von Therapiemöglichkeiten oder Studien stehen pro Jahr weniger als 1 Million Euro zur Verfügung – der Gesamtetat des Bundesforschungsministeriums allein für Bereich Gesundheit und Medizin beträgt dagegen wuchtige 620 Millionen Euro. Ist das gerecht verteilt? NEIN, denn die Naturheilkunde ist bei weitem kein belachter Nebenzweig der klassischen Schulmedizin oder gar etwas Unseriöses, wie manche veralteten Schulmediziner immer noch behaupten, sondern hat sich längst als alternativmedizinische Richtung mit besten Therapieerfolgen einen hervorragenden Namen gemacht. Immer mehr Krankenkassen wie z.B. die Securvita übernehmen naturheilkundliche Leistungen, unterstützen so die naturheilkundlich überzeugten Patienten und fördern die Heilpraktiker. Ein wissenschaftlich belegtes Modellprojekt der IKK Sachsen zur Erprobung alternativer Heilverfahren kam zum Ergebnis, dass z.B. Akupunktur und Homöopathie den Durchschnitt der Krankheitstage deutlich verminderten und bei mehr als 80 Prozent der therapierten Patienten auch die Beschwerden verringerten.

Die Naturmedizin genießt hohes Vertrauen bei den Patienten, da sie den Menschen in seiner Ganzheit und mit größerer Nachhaltigkeit betrachtet und bewusst auf das Prinzip der Eigenverantwortung setzt. Insbesondere auch um Nebenwirkungen und Risiken von Standardtherapien zu vermeiden und um vorbeugend die eigene Gesundheit aktiv zu fördern, hat sich ein starker Trend zur Naturmedizin etabliert, wie ein Kölner Institut zur wissenschaftlichen Evaluation naturheilkundlicher Verfahren bereits 2007 ermittelte. Das alles müsste doch Grund genug sein für das Bundesforschungsministerium und den Staat, die Naturheilkunde mächtig zu fördern und mehr Geld in die Entwicklung entsprechender Therapiemöglichkeiten zu investieren. Stattdessen werden Milliarden verschleudert für nichts und wieder nichts: Über 30 Milliarden Euro jährlich für Militärausrüstung und Waffen, mehr als 26 Milliarden Euro für Verkehr, um sinnlose Baustellen aus dem Boden zu stampfen, neue Radarfallen zu entwickeln und Kreisverkehre dorthin zu setzen, wo sie keiner braucht, 10 Milliarden für die allgemeine Finanzverwaltung, für Banken, die uns mit ihrer Misswirtschaft in die Wirtschaftskrise schickten etc. Dagegen steht nur 1 Million Euro für die Förderung der Naturheilkunde – ein Armutszeugnis für die Politiker. Betrachten wir dieses Völkchen doch mal etwas genauer:  Hier fließt Geld ohne Ende. Politiker erhalten zusätzlich zu ihrem mächtigen Monatsgehalt von 15000 – 20000 Euro Kuren, Diäten (monatlich circa 3500 Euro), Prämien, Firmenwägen, dazu sämtliche Vergünstigungen auf allen Ebenen. Ein Durchschnittsverdiener kommt nach 45 Versicherungsjahren auf eine Rente von 1175 Euro, ein Bundesminister nach 2 Jahren Amtszeit auf 1965 Euro. Bleibt ein Minister länger im Amt, steigen die Pensionsansprüche sprunghaft an, den Höchstsatz von 9168 Euro erhält er nach einer Amtszeit von 22 Jahren. Ein Durchschnittsverdiener müsste dafür 352 Jahre lang in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen. Der Minister braucht hingegen für seine Altersversorgung keine Beiträge zu zahlen: Nach Paragraf 15 des Bundesministergesetzes haben Mitglieder der Regierung einen Anspruch auf Ruhegehalt, wenn sie eine Amtszeit von mindestens 1 Jahr und 274 Tagen erfüllt haben. Das ist alles nicht gerecht! Obwohl bekannt ist, dass viele Politiker regelmäßig den Heilpraktiker konsultieren und sich naturheilkundlich behandeln lassen, trauen sie sich nicht, den Etat für die Naturheilkunde zu erhöhen. Aus Angst vor der großen Lobby der Schulmedizin? Aus Angst vor enormen, aber längst notwendigen Veränderungen im Gesundheitssystem?

Man kann nur hoffen, dass die Politik recht bald erkennt, wie wichtig Naturheilkunde geworden ist und welch großen Nutzen sie für den Bundesbürger und das Gesundheitssystem hat. Eine Erhöhung des Etats um das Millionenfache wäre ein erster Schritt in die richtige Richtung.

 

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HP PSY Abbas Schirmohammadi

Abbas Schirmohammadi
Heilpraktiker für Psychotherapie, Dipl. Personality Coach,
Management-Trainer & Mediator, mehrfacher Buchautor

 

 

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