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Almyurveda

Almyurveda

Mit dem Wissen der Bauern Althergebrachtes neu umsetzen
Ayurveda auf Bayerisch – mit Radi und Radieschen, Kartoffel und Kohl, Enzian und Sole oder Löwenzahn und Co.

Rettichmassage an den Fußsohlen, Cellulite-Behandlung mit Kartoffeln, Krautwickel an den Gelenken, Apfel mit Sahne im Gesicht, Salzstempel auf dem Rücken oder ein Wickel mit Enzian auf Nieren oder Leber. Neugierigen zaubert dies ein ungläubiges Grinsen ins Gesicht. Wellness- und Vitalfans, neuerdings auch Paracelsus-Studenten schwören auf diese Anwendungsmethode und Ingrid Priebe ist fleißig mit der Weiterentwicklng ihrer vielfältigen Behandlungsideen beschäftigt. "Ayurveda auf Bayerisch" versus "AlmYURVEDA" nennt sich ihr Konzept. Dahinter verbergen sich die klassischen ayurvedischen Behandlungsmethoden aus Indien, kombiniert mit heimischer Arten- und Pflanzenvielfalt sowie typischen Nahrungsmitteln.

Übersetzt heißt "Ayurveda" das "Wissen vom gesunden Leben". Und diese "Lebensweisheit" hat sich Ingrid Priebe im Jahr 2000 in mehrmonatigen Kursen auf der "Internationalen Akademie für Ayurveda" in Puna sowie in einem Gesundheitszentrum in Kerala in Indien angeeignet. "Ayurveda bedeutet die Balance von Körper, Geist und Seele", so die Expertin. Und um diese Harmonie zu erreichen, bietet unsere unmittelbare alpine Natur eine Fülle, aus der wir nahezu grenzenlos schöpfen können.

"Man muss aber nicht bis nach Indien reisen, um den Ayurveda-Effekt zu erzielen. Also, warum in die Ferne schweifen, wo das Gute doch so nah ist". Und genau an dieser Nähe setzt Priebe an. Unter dem Schlagwort "authentisch präventiv" hat sie ein völlig neuartiges und gleichzeitig traditionelles Wellnesskonzept entwickelt: "Ayurveda auf Bayerisch", das heißt, das theoretische Wissen der klassischen indischen Heilkunst, kombiniert mit der praktischen Anwendung heimischer Nahrungsmittel und Pflanzen. So ist es kein seltener Anblick, wenn Ingrid Priebe als Dozentin in den süddeutschen Paracelsus-Schulen mit Radi, Radieschen, Enzian, Alpensalz, Milch oder Honig hantiert und ihr wissenshungrig die Schüler über die Schulter schauen.

Radi an den Fußsohlen und Gurken im Gesicht
Bei einer ayurvedischen Anwendung spielen neben dem bioenergetischen Typ, sechs Geschmacksrichtungen die entscheidende Rolle, um das physische und psychische Gleichgewicht zurückzuerlangen. Und genau an dieser Stelle kommen Radi und Co. wieder ins Spiel. Die Süße von Milch und Honig, das Salz und die Sole, die Bitterkeit der Enzianpflanze oder eben die Schärfe von Radi - diese alpinen Pflanzen, Mineralien und Nahrungsmittel sind neben Beinwell, Hagebutten, Wegerich, Löwenzahn, Arnika oder Pfefferminze für Ingrid Priebe die heilenden Helfer, um den bayerischen Ayurveda durchzuführen. Nicht nur Geschmacksrichtungen tragen zur indisch-bayerischen Heilkunst bei, auch Vitamine und Feuchtigkeit können über äußerliche Anwendungen aufgenommen werden. Beim Radi z.B. die Schärfe, um den Stoffwechsel anzukurbeln. Da der menschliche Körper über die Fußsohlen entgiftet aber auch aufnimmt, eignet sich nichts besser als eine Radi-Fußsohlenmassage. Und gegen trockne Haut sorgen immer noch die bekannten Salatgurkenscheiben im Gesicht oder als Packung auf den Händen.

Die Idee "Ayurveda auf bayerisch" umzusetzen, entstand vor rund sieben Jahren. Der Grund: Zu einer authentischen Behandlung gehören weder indische Öle noch Pflanzen – so Priebe. Ein Europäer ist anders strukturiert und hat somit auch andere Bedürfnisse. Und so recherchierte sie auf eigene Faust und hatte letztendlich, in Anlehnung an die bitteren Elemente des indischen Ayurveda, die zündende Idee, die bitterste Pflanze der Welt, den bayerischen Enzian statt den indischen Neem zu verwenden. Nach einer Teststudie mit Enzianmaische und -schlempe an 20 Personen, deren Ergebnisse überzeugend waren, entwickelte sie Enzian NaturAlpin. Die innerlich erheiternde Wirkung der Enziantinktur bleibt jedoch aus. Bei dem Produkt von Priebe ist kein Tropfen Alkohol mehr zu finden. Als Partner hinzugesellt hat sich die alpine Sole, die nicht nur konserviert, sondern einen wesentlichen Beitrag für die schnelle Verstoffwechslung leistet. Und das nicht nur bei Menschen, sondern auch bei Tieren. In ihrem Buch mit dem Titel: Natürlich - Wasser und Salz, was sonst – beschreibt sie die Bitterstoff- und Soletherapie bei Pferden, die anläßlich einer Studie durchgeführt wurde und sehr erfolgreich war.

Almyurveda als eigene Marke
Dass der "bayerische Ayurveda" ankommt, hat sich 2009 bereits bewiesen. Beim "Bayerischen Innovationspreis für Angebotsgestaltung im Tourismus" schaffte es Priebe, bei 70 Bewerbern mit ihrem Konzept unter die letzten sieben Kandidaten zu kommen. Dies war dann der Anlaß, dass sie im November 2009 ihrer Aufgabe als langjährig engagierte Wellness-Managerin den Rücken kehrte und sich endlich ihren Wusch realisierte, ihr Wissen theoretisch und praktisch weiterzuvermitteln.

Mit der Hinwendung zur alpinen Natur hat gerade jetzt AlmYURVEDA eine echte Chance Die Alpen sind mit ihren Kräutern und Heilpflanzen, natürlichen Heilmitteln wie Moor, Salz, Sole, Molke, Milch, Honig, Enzian, Thermal- und Mineralwasser, Nahrungsmitteln, Ölen und Heilsteinen eine wahre NATURAPOTHEKE und bieten alles, was eine a(lm)yurvedische Behandlung für die innere Balance fordert: jedoch nicht indisch, sondern authentisch ALPIN und ALMERISCH! AlmYURVEDA ist ein präventives heimisches Behandlungskonzept und beinhaltet das Urwissen der Bauern nach dem Bauernkalender, Almerlebnis mit satten Wiesen, Kühen, Kräutern, guter Luft, natürlichen, alpinen Heilmitteln (Sole, Moor, Enzian…) und regionalen Kräutern, Erholung, Meditation, Durchatmen in atemberaubender Landschaft. Dieses Wissen anzuwenden heißt, die heilenden Kräfte der Natur zu nutzen - innerlich wie äußerlich. Und das nicht nur an Menschen, sondern auch bei Tieren.

Neu in süddeutschen Paracelsus Schulen
"Almyurveda" - ein Ausbildungskonzept für ayurvedisch-bayerische Heilkunst Seit Ende 2010 finden Ausbildungs-Seminare zum/r AlmYURVEDA-Praktiker/in nun auch in süddeutschen Paracelsus Schulen statt. Hier wird nicht nur theoretisch geschult, sondern auch praktisch die Hand angelegt, und man erfährt kompakt, dass Ayurveda das Vorbild der Natur ist. Und das nicht nur in Indien, sondern auch bei uns in den Alpen.

Mit allem, was dazu gehört:
die Elementenlehre und die Bioenergien, die Konstitutionsbestimmung, die Geschmäcker, physische physiologische Merkmale, Wesensart und Charaktereiegenschaften, körperlich seelische Vorzüge sowie Bioschwankungen, Symptome, die den Prinzipien (Vata = Wind; Pitta = Sonne, Kapha = Mond) zugeordnet werden und die alpinen Ressourcen mit ihren vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten

In den praktischen Umsetzungen erfährt man am eigenen Körper die Wirkung der almyurvedischen Massage mit Handgriffen indischer Art oder wie diuretisch sich eine Kartoffelpackung nach kurzer Zeit bemerkbar macht.

Namen wie Almenrausch für eine klassische Ayurvedische Massage, Gipfeltraum für einen Stirnguß, alpiner Muntermacher für die Füße, Alpenglühen für eine Stempelmassage oder Stelldichein mit Steißbein und Teigring für einen Kati Basti sprechen Bände und sind oft mit einem herzhaften Lachen verbunden, was dazu beträgt, dass die Unterrichtsstunden wie im Flug vergehen und man kein Ende finden möchte.

Ob das vermittelte Wissen sitzt, beweist die Prüfung, in der jede/r Student/in für simulierte Symptome die Lösung an einem praktischen Beispiel finden muß, und das mit bitteren oder herben, salzigen oder sauren, scharfen oder süßen Lösungen.

Ab Mitte d.J. startet Priebe einen Kurs, dessen almyurvedische Behandlungen dann auch auf Tiere ausgerichtet sind, im speziellen auf Pferde.

Die oberste Priorität: Hauptsache gesund!

Die von Ingrid Priebe angebotenen Seminare finden sich bei www.paracelsus.de
unter: Termine --> Seminare und Workshops.

Die Themen:
- Ausbildung zum/r AlmYURVEDA-Praktiker/in
- Vital und gesund durch Bitterstoffe
- Natürlich – Wasser und Salz – was sonst!
- Sole-Therapie bei Pferden