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Impfen: Ja oder Nein?

Impfen: Ja oder Nein?

Der Winter steht an und die Gesundheitsbehörden rufen wie jedes Jahr zur kollektiven Grippeimpfung auf…aber der Großteil der Deutschen schaltet auf Durchzug: Nur jeder 10. Deutsche lässt sich pieksen!

Der große Rest hofft darauf, dass der Influenza-Virus an ihnen vorbei schwirrt, oder sie vertreten die Überzeugung, dass es natürlich ist, eine Grippe auszukurieren, anstatt sie zwanghaft zu verhindern. Fakt ist: Die letzten Jahre verliefen weitaus harmloser als befürchtet. Im „Schweinegrippe-Winter“ und auch letztes Jahr schwappte nur eine schwache Grippewelle durch unser Land, lediglich 4.400 Menschen mussten im Krankenhaus behandelt werden. Für diese Saison ist kaum Schlimmeres zu erwarten, darauf verweisen die geringen Infektionszahlen in Down Under, Australien hat die kalte Jahreszeit nämlich schon hinter sich.

Das Robert-Koch-Institut und die Ständige Impfkommission raten vor allem Menschen mit geschwächtem Immunsystem (Senioren und chronisch Kranke), medizinischem Personal und Schwangeren zur Impfspritze. Kritische Stimmen, und davon gibt es genügend, werfen den Impfkampagnen vor, dass sie größeren Schutz versprechen als möglich ist. Tatsächlich hängt die Wirksamkeit der Impfung von der individuellen Immunantwort ab, die im Laufe des Lebens – je älter der Mensch wird – nachlässt. „Jüngere Impflinge sind bis zu 90 % geschützt, Senioren nur noch 60 bis 70 %“, bestätigt Virologie-Professor Hans-Dieter Klenk. Andere Experten gehen bei der Generation Ü50 sogar von einem Schutzeffekt von unter 30 % aus. Impfskeptiker Martin Hirte, Kinderarzt und Buchautor, hierzu: „Weil die jährliche Grippeimpfung immer eine kurzfristige Immunreaktion auslöst, kann sich keine langanhaltende Immunität aufbauen. Im Alter verlaufen Influenza-Infektionen daher zunehmend schwer.“ Auch die Konstitution der Figur scheint den Impfschutz zu beeinflussen. Laut einer aktuellen US-Studie entwickeln Übergewichtige eine schwächere Immunantwort auf den Impfstoff und bekommen daher – trotz Impfung – leichter eine Grippe als Normalgewichtige. Die Zahl der aufgebauten Antikörper sinkt bei ihnen schneller, die Wirksamkeit der Impfung verkürzt sich.

Der bekannte Wissenschaftler und bekennende Impfgegner Tom Jefferson hat im Jahre 2006 Studien zu Grippeimpfungen ein vernichtendes Zeugnis ausgestellt: Die fast immer von Pharmaherstellern finanzierten Untersuchungen entsprächen keinem wissenschaftlichen Standard und könnten keinesfalls den Nutzen von Grippeimpfungen belegen. Martin Hirte sieht Impfung als eine überflüssige Schutzmaßnahme mit unbekannten Nebenwirkungen. „Konservative Hygienemaßnahmen wie Händewaschen, Desinfizieren und Mundschutz sind der Grippeimpfung überlegen“, sagt der Mediziner, der die Influenza-Impfung als das beste Geschäft der Pharmaindustrie sieht. „Die Impfung muss ja jedes Jahr wiederholt werden.“

Entscheiden muss letztlich jeder selbst…




Abbas Schirmohammadi
Heilpraktiker für Psychotherapie