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Olivenöl - nicht nur ein Lebensmittel

Olivenöl - nicht nur ein Lebensmittel

Olivenöl hat in der Küche insbesondere der Mittelmeerländer einen besonderen Stellenwert. Es gibt dort kaum ein Gericht, das nicht mit Olivenöl zumindest verfeinert wird.

Meistens kennt man als Herkunftsländer Italien, Spanien und Griechenland. Aber auch Kroatien liefert hochwertige Öle, die manchmal noch am Erntetag der Oliven frisch gepresst werden. Das merkt man dem Öl beim Genuss wirklich an.

Viele Menschen denken dabei aber, dass Olivenöl vielleicht doch nicht so gut ist, weil es die so hochgelobten Omega-Fettsäuren nicht enthält. Es gibt aber verschiedene Omega-Fettsäuren, die natürlich auch im Olivenöl enthalten sind. Nur sind es dort nicht nur die "aus der Werbung" bekannten Omega-3- und Omega-6-Säuren, sondern die Omega-9-Säuren wie die Ölsäure. 

Ja - auch das ist eine Omega-Säure, und noch dazu eine, von der negative Wirkungen nicht bekannt sind. Als positive Wirkung kennt man aber immerhin die Senkung des LDL-Cholesterins, von dem die meisten Menschen sowieso zu viel haben, das ist auch einer der Gründe, weshalb es verstärkt zu Arteriosklerose kommt, einer Ablagerung von Cholesterin in den Gefäßen.

Und - Hand aufs Herz - wer weiß schon, dass die Omega-3- und Omega-6-Säuren unter Umständen auch einen negativen Effekt haben können?

Für Menschen, die zu einer verstärkten Oxidation von Fetten neigen oder gar chronische Entzündungen haben sind Omega-6-Säuren in zu großen Mengen sogar schädlich. Das Gleiche gilt für Omega-3-Säuren wenn jemand blutverdünnende Medikamente einnimmt, denn diese Säuren verdünnen das Blut noch mehr und verlängern außerdem noch die Blutungszeit.

In Abbildung 2 sind einmal die Anteile der verschiedenen Fettsäuren in gängigen Speisefetten zusammengestellt. Die Omega-3- und Omega-6-Säuren sind dabei zusammengefasst unter der Bezeichnung "Mehrfach ungesättigte Fettsäuren".

Abbildung 2: Zusammensetzung von Speisefetten

Abbildung 2: Zusammensetzung von Speisefetten

Zu den "Einfach ungesättigten Fettsäuren" gehört auch die Ölsäure. Wie man sieht, ist davon besonders im Rapsöl und im Olivenöl viel enthalten. Die oftmals mit dem Zusatz "reich an mehrfach ungesättigten Fettsäuren" angebotene Margarine enthält zwar mehr als das Olivenöl, aber den überwiegenden Teil machen einfach ungesättigte und sogar gesättigt Fettsäuren aus. Das steht auch auf der Margarine drauf, nur etwas umschrieben, denn viele können mit dem Zusatz "zum Teil gehärtet" nicht viel anfangen: aus den vorher mehrfach ungesättigten Fettsäuren werden in einem komplizierten industriellen (und chemischen) Prozess dann einfach ungesättigte und gesättigte Fettsäuren.

Die Mittelmeerkost oder Mittelmeer-Diät hat also schon seine Vorteile. Zusätzlich spricht die abwechslungsreiche Ernährung mit den vielen unterschiedlichen Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen dafür.

Aber das Olivenöl ist nicht nur ein bewährtes und begehrtes Öl in der Küche. Es wirkt desinfizierend und wundheilend und hat auch viele Anwendung, die in den Wellness- und sogar in den medizinischen Bereich gehen.

So ist oft nicht bekannt, dass Olivenöl verwendet werden kann, um Hautjucken bei Ekzemen und bei Neurodermitis einzudämmen. Das wurde bereits in der Antike entsprechend genutzt, etwa als Heilmittel gegen allerlei Hauterkrankungen und für Einreibungen bei rheumatischen Beschwerden oder innerlich gegen Entzündungen und zur leichten Verdauungsförderung.

Extra natives Olivenöl enthält geringe Mengen eines Stoffes namens Oleocanthal, der in seiner entzündungshemmenden Wirkung durchaus mit Ibuprofen vergleichbar ist, ohne dessen Nebenwirkungen zu haben. Olivenöl eignet sich zur gezielten Pflege von Psoriasis und Verbrennungen und pflegt Nägel und Haare.

Auch als Trägeröl für viele ätherische Öle kann Olivenöl verwendet werden. Besonders in der Zusammenwirkung mit den ätherischen Ölen Weihrauchöl, Lavendelöl und Geranienöl ist es bei vielen entzündlichen Hauterkrankungen einsetzbar.

Das bekannte Johanniskrautöl wird üblicherweise auch mit Olivenöl hergestellt: frisch geschnittenes blühendes Johanniskraut wird leicht welk in eine Flasche getan bis nichts mehr hineingeht und dann mit Olivenöl aufgefüllt. Es ist erstaunlich, wie viel Olivenöl dann noch in die Flasche hineinpasst.

 

 

Olivenöl der Qualitäten nativ extra oder extra vergine (vergine = jungfräulich) wird im Rahmen einer ausgewogenen mediterranen Ernährung übrigens von der Deutschen Herzstiftung zur Verringerung des Risikos für das Entstehen von Gefäßkrankheiten empfohlen.

 

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Dr.FrankHerfurth1.jpg


Dr. rer. nat. Frank Herfurth - Heilpraktiker, Dozent, Lebensmittelchemiker
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