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Metabolic-Typing

Metabolic-Typing
Erstaunlich, was wir Menschen so alles auf uns nehmen, um ein paar, oder auch sehr viele Kilos abzunehmen. „Natürlich will ich gesund abnehmen“ hören wir uns immer wieder sagen; doch tun wir dies auch wirklich? Was muten wir unserem Körper in der Diät-Phase alles zu: angefangen von Diät-Pillen, Sättigungs-Pillen, Diät-Shakes, Kalorien zählen, Fett weglassen, Light-Produkte, nur 800 Kalorien täglich essen und und und. Die Liste lässt sich noch verlängern. Auch höre ich in meiner Praxis immer wieder: „Wenn Sie wüssten, wie wenig ich esse – und dennoch nehme ich zu.“ Oder: „Ich lasse ja schon überall das Fett weg – und es nutzt gar nichts.“ Auch ein beliebter Satz: „Ich möchte nicht mehr daran denken, was ich alles essen darf und was nicht. Ich möchte einfach nur noch unbeschwert genießen.“ Hoppla – ist das wirklich so schlimm geworden? Als Ernährungsberaterin und Heilpraktikerin für Psychotherapie bin ich selber schon durch alle Höhen und Tiefen der Diäten gegangen – vor allem durch die Tiefen. Und auch mir passierte das gleiche wie allen anderen „Diät-Geschädigten“: Nach qualvollen 5 Wochen und verlorener guter Laune waren bestenfalls 3 kg verschwunden und nachdem ich wieder meine normale Essgewohnheiten aufgenommen hatte, waren die 3 kg wieder da. Jedoch jedes Mal ein wenig schneller als das Mal zuvor und meistens auch ein wenig mehr als zuvor. Denn in der Zeit wurde der Grundumsatz ein gesenkt, nach jeder Diät erneut. „Stop – jetzt reicht es.“ Eines Tages platzte mir der Kragen und ich sah mich nach einer vernünftigen Methode um. Weit weg von Diät, von Hungern und Verzichten, von Pülverchen & Co, von falschen Versprechungen und Verlust der Lebensqualität. Auf der Suche nach meiner richtigen Ernährung fand ich eine Ernährungsform, Horisan-Metabolic-Typing, die berücksichtigte, wie mein persönlicher Stoffwechsel arbeitete. Nicht der Stoffwechsel der superschlanken Frau in der Zeitschrift, die Werbung für ein vielgerühmtes Diätmittel anpries. Nein, diese Ernährungsform berücksichtigte, wie mein Stoffwechsel arbeitet. Anfänglich war ich entsetzt, was ich da alles essen musste. Weit mehr Kalorien als die ganzen Jahre zuvor und weit mehr Fett und Eiweiß. Mein Essen bislang beinhaltete wenig Fett, wenig Eiweiß und viele Kohlenhydrate. Heute esse ich: viel Fett, viel Eiweiß, wenig Kohlenhydrate – weil mein Stoffwechsel es so braucht. Ich möchte gerne erklären, was hier passiert.

Die Stoffwechseltypen

Der Unterschied im Stoffwechsel ist die Basis des Horisan-Metabolic-Typing und hat zu einer Einteilung in verschiedene Stoffwechseltypen geführt. Jeder Stoffwechseltyp benötigt eine auf seine Bedürfnisse abgestimmte Ernährung, so die Erkenntnis dieses Systems. Diese beinhaltet sowohl die Auswahl der Nahrungsmittel, als auch die prozentuale Zusammensetzung an Kohlenhydraten, Eiweiß und Fett pro Mahlzeit.

Das Autonome Nervensystem

Das menschliche Nervensystem wird in zwei große Bereiche unterteilt: ein Teil des Systems ist für die bewusst beeinflussbaren Nervenvorgänge zuständig, das andere so genannte „Autonome“ System steuert unbewusst ablaufende Vorgänge. Man unterscheidet zwei Anteile im Autonomen Nervensystem. Beide Anteile spielen bei der Regulierung der unbewussten Körperaktivitäten eine wichtige Rolle. Bei der Kontrolle des Herzschlags, des Blutdrucks, der Verdauung, bei der Regeneration und Reparatur, bei der Regulierung der Stoffwechselrate, bei der Schweißabsonderung, bei den Aktivitäten des Immunsystems, usw. Jeder Zweig ist für die Kontrolle bestimmter Bereiche des Körpers zuständig und regt deren Arbeit an. Der andere Zweig ist jeweils sein Gegenspieler und dämpft die Arbeit. Der Sympathikus beschleunigt den Herzschlag während der Parasympathikus ihn verringert. Auf diese Weise wird der Herzschlag – wie andere Organfunktionen auch – durch das Autonome Nervensystem reguliert, indem dessen sympathischer und parasympathischer Teil zusammenwirken.

Das Verbrennungssystem

Auch das Verbrennungssystem kann nach den Erkenntnissen des Horisan-Metabolic-Typing einen starken Einfluss ausüben und den Ernährungstyp bestimmen. Ideal ist es, wenn die Verbrennungsrate weder zu schnell noch zu langsam ist. Wie im Autonomen Nervensystem wird auch im Verbrennungssystem die genetisch vorbestimmte Rate direkt durch die Ernährung und durch einzelne Nährstoffe beeinflusst. Beim Verbrennungssystem unterscheidet das Horisan-Metabolic-Typing drei grundlegende Ernährungstypen: den Betatyp, den Glykotyp und den Balancierten Typ. Beim Verbrennungssystem geht es um die Energieerzeugung in der Zelle. Der sogenannte Betatyp hat eher eine niedrige Energielage; der Glycotyp hat über den Tag verteilt mehr Energiespitzen und kurze Zeit darauf erhebliche Energieeinbrüche. Die Ernährung wird so zusammengestellt, um die Energie beim Betatyp insgesamt zu steigern. Beim Glycotyp ist das Ziel eine Auswahl und Zusammenstellung der Nahrungsmittel für ein gleichmäßig hohes Energieniveau. Quintessenz daraus ist: Die Geschwindigkeit der Energieerzeugung wird durch die Ernährung unmittelbar beeinflusst und sollte im Gleichgewicht liegen.

Das Drüsensystem

Für alle Übergewichtigen ist es nach dem Horisan-Metabolic-Typing unbedingt erforderlich, den individuellen Drüsentyp zu kennen. Die hier vertretene Auffassung geht davon aus, dass es vier verschiedene Drüsentypen gibt, die namentlich Hormondrüsen zugeordnet sind. Die Bestimmung der Drüsentypen soll danach den Einblick in die hormonell gesteuerten Wachstumsvorgänge im menschlichen Körper ermöglichen, die wiederum u.a. für die unterschiedliche Fettverteilung im Körper und für bestimmte Vorlieben auf Nahrungsmittel verantwortlich sein sollen.
Im Grunde ist es für den Verbraucher ganz einfach: vermutlich isst er dieselben Lebensmittel wie bisher (wobei ich sehr genau darauf achte, dass er/sie natürliche, möglichst industriell unbehandelte Produkte zu sich nimmt), nur in einem veränderten Verhältnis an Kohlenhydraten, Fett und Eiweiß.
Beispiel: Sie essen ein Käsebrot. War die Scheibe Brot bislang dick geschnitten, die Butter dünn gestrichen und der Käse sparsam aufgelegt so kann es sein, dass Ihr Käsebrot jetzt völlig anders aussehen sollte. Nämlich die Scheibe Brot dünn geschnitten, die Butter dick gestrichen und zwei Scheiben Käse drauf. Beide Brote haben vermutlich dieselbe Anzahl an Kalorien, nur jetzt verteilen sie sich anders. Steckten die Kalorien früher in der dicken Scheibe Brot, so stecken Sie nun in der Butter und im Käse. Eine kleine Veränderung – aber eine große Wirkung.
(Quelle: www.horisan.de)