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Vitamin B 12 - Energie für Körper und Geist

Vitamin B 12 - Energie für Körper und Geist

Das Vitamin B12 ist ein lebenswichtiges, wasserlösliches Vitamin und kann vom Körper nicht selbst gebildet werden, so dass es über die Nahrung aufgenommen werden muss. Vitamin B12 ist in größeren Mengen fast ausschließlich in tierischen Lebensmitteln wie Fisch, Fleisch, Eiern und Milchprodukten vorzufinden. Obst, Gemüse oder Nüsse enthalten dagegen so gut wie kein Vitamin B12. Die Mindesttagesdosis wird mit 3 Mikrogramm angegeben, empfohlen werden aber durchaus Werte von 5-10 Mikrogramm und mehr, um bei optimaler Gesundheit zu bleiben. Vegetarier und Veganer müssen darauf achten, genügend Vitamin B12 aufzunehmen. Veganer sollten das B12 über Nahrungsergänzungsmittel zuführen, bei Vegetariern reicht unter Umständen der Verzehr von Eiern, Milch und Käse aus. Das Vitamin B12 beeinflusst eine ganze Reihe grundlegender Stoffwechselvorgänge im Körper. Es ist ein wichtiger Bestandteil des Eiweißstoffwechsels, von großer Bedeutung für die Funktion des Nervensystems und für die Bildung roter Blutkörperchen. Darüber hinaus reguliert es die Zellteilung, das Zellwachstum und ist für die Bildung der Erbsubstanzen DNA und RNA mitverantwortlich.

Ohne ausreichende DNA-Produktion können Zellen sich nicht teilen, was einen Mangel an
1) Bildung der roten Blutkörperchen
2) Bildung der weißen Blutkörperchen
3) Bildung der Blutplättchen bedeutet.

Im weiteren Verlauf kann es dann zu einer perniziösen Anämie (Blutarmut) kommen. Symptome können Müdigkeit, Leistungsverminderung, Erhöhung der Herzfrequenz, Blässe und Kollapsneigung sein. Außerdem ist das Vitamin B12 für den Abbau der schädlichen Aminosäure Homocystein (zusammen mit Vitamin B6 und Folsäure) verantwortlich, was zu einer nachgewiesenen Senkung des Schlaganfallrisikos von 25 % führt und das Herz- Kreislauf-System schützt. Vitamin B12 - Defizite entwickeln sich außerdem mit zunehmenden Jahren, wenn sich die Magenschleimhaut zurückbildet (atrophische Gastritis). Das ist häufig bei älteren Menschen der Fall, aber auch bei Menschen mit chronischen Magen-Darm- Erkrankungen wie Morbus Crohn, bei Helicobacter-pylori Infektionen, Anorexie oder chronischer Diarrhö. Ein Mangel an Vitamin B12 kann auch zu schweren Nervenstörungen führen, mit dem Beginn von Taubheitsgefühlen in Armen und Beinen und ständiger Nervosität. Man vermutet auch Zusammenhänge mit der multiplen Sklerose, einer schwere Nervenkrankheit, bei der sich fortschreitend die schützende Myelinschicht der Nervenzellen zersetzt, was zu Lähmungen und schließlich zum Tod führen kann. Die neurologischen Schäden können irreversibel sein. Deshalb ist die schnelle Erkennung und Behandlung eines Vitamin B12 Mangels sehr wichtig.

Nachfolgend eine Zusammenfassung der wichtigsten Symptome, bei denen man an einen
Vitamin B12 –Mangel denken sollte:

Allgemeine Symptome:
• Entzündungen und Rötungen der Zunge
• Risse an den Mundwinkeln
• Appetitverlust und Gewichtsabnahme
• Verdauungsstörungen und Bauchschmerzen

Neurologische Symptome:
• Missempfindungen oder Taubheitsgefühle der Haut (Kribbeln, pelziges Gefühl)
• Gangunsicherheit
• Fallneigung im Dunkeln und Störungen der Tiefensensibilität
• Koordinationsstörungen
• Lähmungen
• Mangelhafte Merkfähigkeit, reversible und irreversible Demenz, Depressionen.

 

 

Thomas Kuhnhenne

Thomas Kuhnhenne
www.nhz-dortmund.de