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Schüßlersalz – Alles gut ?

Schuessler-Salze Naturheilkunde

Dies ist kein Artikel gegen die Anwendung von Schüsslersalzen !

Dies als erste Aussage ist hier um so wichtiger, wenn man bedenkt, wie populär deren Anwendung und wie hoch die Patientenakzeptanz für diese Therapieform ist . Die Behandlung mit Schüsslersalzen ist eine sehr erfolgreiche Therapieform, die aus dem Repertoire der Heilpraktik nicht mehr weg zu denken ist.


Die Verwendung der eigentlichen Schüsslersalze, die 12 (11) Funktionsmittel nach Dr. Schüßler, kann sogar schulmedizinisch als Einnahme von leichten Reiztherapeutika zur Organismusstimulation oder als Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln dargelegt werden.

Durch deren homöopathische Dosierung sind sie auf jeden Fall allesamt gesundheitlich unbedenklich und aus der heilpraktischen Erfahrung sogar als gesundheitsfördernd anzusehen.

Ein paar Sorgen können dem Heilpraktiker bei genauer Betrachtung allerdings einige der, später von Schülern Schüßlers hinzugefügten und daher auch den Schüsslersalzen zugeordneten, 15 Ergänzungsmittel bereiten.
Besonders die Ergänzungsmittel mit den Nummern 13, 16, 19 und 24 fallen hier dem chemisch-pharmakologisch versierten Leser auf. Abgesehen von Nummer 16, Lithiumchlorid, handelt es sich hier nämlich definitiv um chemische Verbindungen des hochgiftigen Schwermetalls Arsen.

Lithiumchlorid fällt nur deswegen auf, da Lithium, in anderer Verbindung zugeführt, in der Psychiatrie als Antipsychotikum und Antidepressivum eingesetzt wird. Die gelösten Lithiumionen (Li+) der therapeutisch verwendeten Lithiumverbindungen(z.B. als Sulfat oder Carbonat) werden gut vom Körper aufgenommen; ihre Diffusionsfähigkeit entspricht der von Natriumionen (Na+). Im Vergleich zu den Na+-Ionen jedoch weisen die Li+-Ionen eine geringere Bindungsfähigkeit zu den Ionenpumpen innerhalb der Zellen auf und können schlechter als Natriumionen aktiv aus den Zellen heraus befördert werden. Sie reichern sich daher in der Zelle an. Da sich auch Lithiumchlorid im Körper in Li+ Ionen und Cl- Ionen auflöst, ist auch Lithiumchlorid anreicherungfähig und könnte daher nach längerer Einnahme unerwünschte Eigenschaften entwickeln. Hierzu sind allerdings wirklich recht hohe Dosierungen erforderlich.

Die Ergänzungsmittel mit den Nummern 13,19 und 24 sind hochgiftige Arsenverbindungen, die sich in Bindegeweben, Organen und Knochen anreichern. Die Entdeckung von Arsenverbindungen im Körper führte wahrscheinlich zu der Annahme, dass es sich hier um physiologisch notwendige Substanzen handele. Diese Tatsache ist aber leider nur der Beweis, dass sich bereits Arsen im Körper angereichert hatte. Cadmium und Blei findet man u.U. auch im Körper, wenn dieser bereits damit kontaminiert ist. Da der Körper Schwermetalle nur schwer verstoffwechseln kann, ist eben diese Anreicherung die Folge davon.

Auch eine, noch so niedrige, Dosierung der o.a. Ergänzungsmittel ändert nicht die Tatsache, dass sich Arsen im Körper anreichert und toxische Wirkungen, wie unter anderem schwere, irreversible Nervenschädigungen, hervorruft.

Daher sollte jeder, verantwortungsvolle, Heilpraktiker von der Anwendung dieser 3 Ergänzungsmittel tunlichst Abstand nehmen.


© Michael Groß 2009 für Heilpraktiker.de