• Naturheilkunde
  • Schüssler Salze: Wissenswertes zu den naturheilkundlichen Mineralstoffen

Schüssler Salze: Wissenswertes zu den naturheilkundlichen Mineralstoffen

 

In der Naturheilkunde gibt es zahlreiche Produkte, die zum Einsatz kommen können, um Krankheiten und Unwohlsein zu behandeln und das Wohlbefinden der Betroffenen zu verbessern. Dazu gehören unter anderem auch die bekannten Schüssler Salze, die bei zahlreichen Krankheitsbildern zum Einsatz kommen und dazu beitragen sollen, dass der Körper wieder zu seiner natürlichen Balance findet. In diesem Artikel finden Sie Wissenswertes rund um Schüssler Salze und deren Anwendung.

Natürliche Mineralien: Was genau sind Schüssler Salze eigentlich?

Unter Schüssler Salzen verstehen Heilpraktiker und Naturheilkundler homöopathische Mineralstoffe, die von Dr. Wilhelm Heinrich Schüßler entdeckt wurden. Dieser ging davon aus, dass die Entstehung zahlreicher Erkrankungen darauf zurückzuführen ist, dass es im Inneren einer jeden Zelle und somit im gesamten Körper zu einem Ungleichgewicht an Mineralstoffen gekommen ist. Die Folge dieses Ungleichgewichts können vergleichsweise harmlose Zustände wie Verdauungsprobleme, Stoffwechselstörungen und Hautprobleme sein, aber eben auch schwere Erkrankungen. Werden den Zellen aber alle erforderlichen Nährstoffe in ausreichendem Maße zugeführt, entsteht eine Balance, die nahezu automatisch auch das Erhalten beziehungsweise Wiederherstellens der Gesundheit nach sich zieht. Dr. Wilhelm Heinrich Schüßler bediente sich in diesem Zusammenhang der homöopathischen Lehre und vereinfachte diese insofern, dass er sie auf 12 Mineralsalze reduzierte, die wiederum jeweils ein bestimmtes Organ oder eine bestimmte Körperregion beeinflussen. Auf dieser Grundlage werden noch heute die Schüssler Salze zusammengestellt und eingenommen. Mittlerweile wurden allerdings 15 weitere Salze hinzugefügt, sodass für die Behandlung von Krankheiten nun 27 sogenannte Funktionssalze zur Verfügung stehen. Diese tragen recht komplizierte lateinische Namen, wurden aber zusätzlich mit einer durchgängigen Nummerierung versehen, damit auch Laien die Salze erkennen und benennen können. Wer etwa Schüssler Salze aus der Apotheke beziehen möchte, braucht sich nur die entsprechende Nummer zu merken, um das richtige Produkt für die eigenen Bedürfnisse erwerben zu können.

 

Wann können Schüssler Salze in welcher Darreichungsform zum Einsatz kommen?

Schüssler Salze eignen sich für die symptomatische Behandlung zahlreicher Krankheiten und Symptome. So werden sie beispielsweise angewendet, wenn der Betroffene unter Stress steht, häufig nervös ist und unter Schlaf- und Konzentrationsstörungen leidet. Auch bei Verdauungsproblemen und Menstruations- und Wechseljahrsbeschwerden kann die Einnahme der Mineralsalze hilfreich sein, ebenso wie zur Unterstützung beim Gewichtsverlust und bei leichten Infektionskrankheiten. Schüssler Salze sind auf dem Markt etwa als Tabletten, Pulver, Globuli oder Tropfen für die orale Einnahme verfügbar. Ebenso gibt es aber auch Cremes und Lotionen, die sich für die äußere Anwendung eignen. Da es sich bei Schüssler Salzen um homöopathische Produkte handelt, gibt es kaum Gegenanzeigen und Nebenwirkungen. Auch von Kindern können die Mineralnährstoffe eingenommen werden. Dabei sollten aber sowohl von Erwachsenen als auch von Kindern immer die individuellen Anwendungshinweise beachtet werden. In den meisten Fällen wird eine Einnahme ein bis dreimal täglich empfohlen, wobei Kinder die Hälfte der Erwachsenendosis anwenden sollten. Neben einzelnen Schüssler Salzen werden auch spezielle Schüssler Kuren angeboten: Hier werden gleich mehrere miteinander kompatible Salze kombiniert und über einen Zeitraum von vier bis sechs Wochen eingenommen. Eine umfassende Beratung zum Thema Schüssler Salze und deren korrekter Anwendung erhalten Interessenten in der Apotheke, wo auch entsprechende Produkte bezogen werden können.

 

Beiträge auf Heilpraktiker.de