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Homöopathie gegen Zahnschmerzen - Welche Mittel helfen bei welchen Beschwerden?

Homöopathie gegen Zahnschmerzen - Welche Mittel helfen bei welchen Beschwerden?

Die Zähne gehören zu den wichtigsten Körperteilen des Menschen. Mit diesen zerkleinert er seine Nahrung und kann zudem für ein wunderschönes Lächeln sorgen. Wer später als im Kindesalter mal mit einer Zahnlücke herumlaufen muss, wird feststellen, wie belastend dies ist. Ein befreites Lachen ist kaum möglich und selbst beim Lächeln werden die Lippen aufeinander gepresst.

Beim Sprechen öffnet sich der Mund nur minimal, damit niemand das Malheur im Mund bemerkt - dies sind gruselige Vorstellungen, aber durch die heutige Zahnmedizin zum Glück nicht mehr zeitgemäß. Bei Zahnproblemen wird der Dentist aufgesucht, der herausfindet, worin das Problem besteht und eine entsprechende Behandlung vorschlägt. Zahnschmerzen sind für den Patienten ein gutes Indiz, den Arzt so schnell wie möglich zu sehen - diese können von Zahnfleischproblemen über ernste Erkrankungen bis hin zu Kieferfehlstellungen zahlreiche Ursachen haben. Schüßler-SalzeDas Ziehen eines Zahns findet heutzutage allerdings nur noch statt, wenn die Erkrankung zu weit fortgeschritten und keine andere Lösung gegeben ist. Das Hauptanliegen des Zahnarztes ist es, die natürlichen Kauobjekte zu erhalten. Aus diesem Grund gibt es nicht nur komplette Zahnprothesen, sondern auch beispielsweise Kronen, die entweder den ganzen natürlichen Zahn oder nur einen Teil davon vor weiteren Beschädigungen schützen; weitere Informationen hierzu sind auf diesem Ratgeber zu finden. Eine solche Behandlung aber auch entsprechende Beschwerden können allerdings, wie schon erwähnt, Schmerzen zur Folge haben. Besonders im Mund sind diese schwer zu ertragen, viele können in dem Fall nicht einmal etwas Essen und nur sehr schwer etwas trinken. Die Linderung dieser Beschwerden ist daher mit am wichtigsten - Schmerztabletten werden dafür meist verschrieben. Es gibt aber auch weniger aggressive Mittel aus dem Bereich der alternativen Heilpraktik und Homöpathie.

 

1. Die wichtigsten Schüßler-Salze gegen Zahnschmerzen (Ganzheitliche Zahnmedizin)

Schüßler-Salze sind ein spezielles homöopathisches Mittel. In den kleinen Tabletten ist der Wirkstoff nur in einer sehr geringen Dosierung vorhanden - die Wirksamkeit ist aber dennoch gegeben. Durch die geringe Dosierung wird der Körper sehr gut unterstützt und nicht, wie bei herkömmlichen Schmerzmitteln, mit einer Chemiedosierung überfordert.

Abbildung 1: Schüßler-Salze sind ein gutes Mittel gegen Zahlnschmerzen

Beschwerden

Schüßler-Salz

Anwendung

Abends zunehmender Entzündungsschmerz, Kälte bringt Linderung

Silicea D12 oder Ferrum phosporicum D12

Alle 15 Minuten eine Tablette im Mund zergehen lassen

Geschwollene Wange

Kalium chloratum D6 und Siliceau D12

Abwechselnd je eine Tablette alle 15 Minuten

Bis in die Ohren strahlender Schmerz

Silicea D12, Kalium chloratum D6, Natrium chloratum D6

Abwechselnd alle 10 Minuten je eine Tablette unter der Zunge zergehen lassen

Zahnschmerzen durch Stress

Kalium phosphoricum D6 und Magnesium phosphoricum D6

Je drei Tabletten in einem halben Glas heißem Wasser auflösen, alle 30 Minuten zwei bis drei Schlucke trinken

Quelle: www.fid-gesundheitswissen.de/zahnmedizin/zahngesundheit/zahngesundheit-erste-hilfe-bei-zahnschmerzen



2. Weitere homöopathische Mittel

Neben den Schüßler-Salzen, die wie der Name schon sagt vor allem auf Salzen aufbauen, gibt es noch weitere homöopathische Mittel, die gegen Zahnschmerzen helfen können. Die sogenannten "Kügelchen", wie sie im Volksmund genannt werden, sind hierfür hilfreich. Diese gibt es mit unterschiedlichen Wirkstoffen; unter apotheke-homoeopathie.de finden sich weitere Informationen hierzu. Um herauszufinden, welche Kügelchen für den konkreten Zahnschmerz hilfreich sind, ist es wichtig, diesen genau zu bestimmen: Ist er an- und abschwellend, pochend oder dumpf? Nach diesen Symptomen ist das richtige Mittel auszuwählen.

 

Abbildung: Homöopathische Kügelchen helfen bei den unterschiedlichsten  Beschwerden

Abbildung 2: Homöopathische Kügelchen helfen bei den unterschiedlichsten Beschwerden

2.1 Arnica

Bei ziehenden oder dumpfen Schmerzen ist dies Mittel das richtige. Besonders nach dem Bohren oder einer Zahnextraktion sowie bei Verletzungen des Zahnfleischs treten die Schmerzen auf, die mit den Arnica-Kügelchen gut in den Griff zu bekommen sind. Weitere Hilfe bietet das Mittel bei Druckbeschwerden und bei einer geschwollenen Wange.

 

2.2 Coffea

Heiße und rote Wangen sowie stechende und schießende Schmerzen - bei diesen Beschwerden bietet Coffea Hilfe. Besonders wirksam sind die Kügelchen, wenn Kälte eine Verbesserung bewirkt und nachts, durch die Wärme, eine Verschlimmerung auftritt. Sollten das Mittel akut aber nicht helfen und die Schmerzen zu stark sein, ist der Griff zur Schmerztablette angebracht.

 

2.3 Belladonna

Dieses Kügelchen hilft akut bei plötzlich auftretenden, pochenden oder klopfenden Schmerzen. Eventuell ist die betroffene Wangenseite rot und geschwollen, ebenso wie das Zahnfleisch - dies muss aber nicht der Fall sein. Kälte, frische Luft und Berührung sorgen für eine Verschlimmerung der Schmerzen, abends tritt eine Verbesserung ein.

 

2.4 Aconitum

Gegen pulsierende Schmerzen hilft dieses Mittel. Dahinter müssen außerdem keine Probleme im Kieferbereich stehen. Auch eine Erkältung kann diese Begleiterscheinung hervorrufen und auch für diese Beschwerden eignet sich Aconitum sehr gut.

 

Abbildung 3: Gewürznelken sind ein altes Hausmittel gegen  Zahnschmerzen

3. Hausmittel gegen Zahnschmerzen

Abbildung 3: Gewürznelken sind ein altes Hausmittel gegen Zahnschmerzen

Als dritte Möglichkeiten gegen die Zahnschmerzen sind Hausmittel zu nennen. Diese wurden gegebenenfalls schon von den Großeltern genutzt, haben dadurch aber keine Spur ihrer Wirksamkeit eingebüßt. Teebaum- und Nelkenöl gehören unter anderem dazu. Mit einem Wattebausch, auf dem ein paar Tropfen des Öls sind, wird das Zahnfleisch um den schmerzenden Zahn massiert. Die Behandlung kann alle zwei Stunden wiederholt werden. Falls ein Loch im Zahn die Beschwerden auslöst, kann eine Gewürznelke vorsichtig in dieses gelegt werden. Die Nelke kann ebenso an oder auf diesen gelegt werden, wenn kein Loch vorhanden ist. Sie sollte stündlich erneuert werden, wenn die Beschwerden anhalten. Lassen sie nach, ist es nicht zu vergessen, die Nelke nach der Stunde zu entfernen. Gegen akute Schmerzen helfen Cayennepfeffer, Zitronensaft und Holunderbeeren. Vom ersteren wird einfach ein wenig Pulver auf die schmerzende Stelle gestreut. Je nach eigenem Schärfeempfinden im Mund ist dieses Mittel mit Vorsicht anzuwenden, da der Pfeffer ziemlich scharf ist. Bei entzündetem Zahnfleisch hilft der Zitronensaft; dieser ist in die entzündete Stelle zu massieren. Holunderbeeren wiederum beruhigen nervöse Gesichtsnerven, durch die Zahnweh entstehen kann, Einfach getrocknete Beeren kauen und die Beschwerden lassen nach.

Alternative Heilpraktik

In der alternativen Heilpraktik gibt es verschiedene Möglichkeiten, durch die Zahnschmerzen behandelt werden können. Sie alle lösen aber nicht die Ursache der Beschwerden - dafür ist ein Zahnarzt aufzusuchen. Nur dieser kann feststellen, warum die Schmerzen auftreten und eine entsprechende Behandlung festlegen. Außerdem ist die Wechselwirkung der Mittel zu beachten: Die im letzten Punkt vorgestellten ätherischen Öle sollten nur genutzt werden, wenn die homöopathischen Mittel nicht eingesetzt werden; erstere hemmen die Wirkung der letzteren.

Ganzheitliche Zahnmedizin - Beispiel Praxis
In Inning am Ammersee (A96 Lindau / München, hat sich der Zahnarzt Klaus Moßhammer im Bereich "Ganzheitliche Zahnmedizin" weitergebildet und betreibt eine Zahnarzt-Praxis die auch die Leistungen: Akupunktur, Homöopathie, Bachblütentherapie, Materialverträglichkeitstests, Applied Kinesiology (Ganzheitliches Diagnoseverfahren) und vieles mehr, auf Wunsch des Patienten in der Behandlung unterstützend mit einsetzt.

 

Bilder:
Abbildung 1: © Gerhard Seybert - Fotolia.com Abbildung 2: © womue - Fotolia.com Abbildung 3: © natali1991 - Fotolia.com