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Fit und vital durchs Jahr: Bewusstes Atmen für mehr Gesundheit

Durch tiefes und bewusstes Atmen erhält der Körper neue und unverbrauchte Energie. Nach einem langen und kalten Winter tut das besonders gut.

Der Körper macht es ganz automatisch, weshalb vielen Menschen nicht auffällt, wie unbewusst sie atmen. Im Regelfall ist es auch nicht nötig, darüber nachzudenken, denn der Organismus weiß, wie er in verschiedenen Situationen reagieren muss. Bei Angst oder Stress beschleunigt sich die Atmung. Häufig passiert aber noch etwas anders, denn automatisch atmen Menschen unter Stress flacher. Auf Dauer ist das nicht gesundheitsfördernd. Durch die flache Atmung gelangt weniger Sauerstoff in den Körper, sodass nicht nur dieser unterversorgt ist. Auch die Psyche leidet darunter. Schnell arbeitet das System nicht mehr richtig, weshalb sich auch keine Besserung einstellt. Wer allerdings bewusst atmet und sich auf die Signale des eigenen Körpers konzentriert, beugt dieser Gefahr vor und kommt sogar vitaler durchs ganze Jahr.

Was verbirgt sich hinter den Begriffen „bewusst atmen“

Mit der bewussten Atmung ist etwas mehr gemeint als das klassische Luft holen, wie auch der Dachverband deutscher Naturheilvereine in seinem DNB Impulse Magazine beschreibt. Es geht dabei darum, die Atmung bewusst wahrzunehmen, zu spüren und sie durch spezifische Techniken oder Übungen stärker zu entfalten. Durch vitalisierende Atemtechniken ist es möglich, mehr Sauerstoff in den Lungenraum fließen zu lassen, innere Kraftquellen zu aktivieren und zu mehr Ausgeglichenheit zu gelangen. Dadurch reduziert sich die Stressanfälligkeit. Auch in diesen Bereichen trägt eine bewusste Atmung zu einer Verbesserung bei:

  • Schlafstörungen
  • Kopfschmerzen
  • Funktionellen Herzproblemen
  • Verdauungsproblemen
  • Depressionen und Ängsten

Für Schwangere ist das bewusste Atmen ebenfalls von großem Vorteil, insbesondere bei der Geburt hilft eine spezielle Atemtechnik bei den Wehen.

Diese Utensilien unterstützen beim Ausführen von täglichen Atemübungen

Um sich ganz bewusst auf die Atemübungen einzulassen, empfehlen sich folgende Utensilien:

  • Eine Yogamatte ist ideal als Unterlage für den Fußboden.
  • Bequeme Bekleidung hilft dabei, sich rundum wohlzufühlen.
  • Eine ruhige Umgebung ist eine wichtige Voraussetzung, die bei Bedarf von einem Übungspartner geteilt werden darf.

Wer aktuell noch keine Yogamatte zu Hause hat, um die Atemübungen einmal auszuprobieren, sollte hier klicken, um sich einen der Testsieger auszusuchen. Die Matte ist nicht nur ideal für Atemübungen nutzbar, sondern kann darüber hinaus auch ganz klassisch beim Yoga eingesetzt werden, zum Meditieren dienen oder für ein Work-out in den eigenen vier Wänden herhalten. Es gibt Yogamatten aus Kunststoff, Naturmaterialien oder sehr dünnen Stoffen. Letztere sind eigentlich nur ideal für die Reise. In den eigenen vier Wänden eignen sich entweder Modelle aus Kunststoff, die übrigens sehr rutschfest sind, was bei Atemübungen im Stehen praktisch ist, als auch Matten aus natürlichen Materialien. Diese sind zwar etwas teurer, dafür aber auch nachhaltig und umweltschonend.

Was beeinträchtigt eine gesunde und bewusste Atmung?

Eigentlich lautet die Frage nicht, was die Atmung beeinträchtigt, sondern vielmehr welche Belastungen nicht zu einer Verschlechterung der Gesundheit betragen. Viele Menschen sind in ihrem Alltag von zahlreichen Bedrohungen, Giften und Schadstoffen umgeben, ohne es zu wissen. Durchschnittlich verbringt ein Verbraucher um die 20 Stunden in geschlossenen Räumen, im Winter korrigiert sich diese Zeitangabe sogar manchmal noch nach oben. Dadurch gelangen zahlreiche Substanzen in die Lunge, die dort natürlich absolut nichts zu suchen haben. Möbel aus Holz, Baustoffe und Textilien steuern ihren Anteil genauso bei wie ein schlechtes Raumklima. Nicht selten sind Atemwegserkrankungen oder allergische Reaktionen nach einem Schimmelpilzbefall in der Wohnung die Folgen von Belastungen, die über die Atemwege aufgenommen wurden. Darüber hinaus gibt es ebenso Umwelteinflüsse, die schädigend auf Lunge und Atemwege einwirken, als auch psychische Faktoren. Damit sind beispielsweise Stress in Alltag und Job gemeint. 

Tipps für bewusstes Atmen gegen Stress: Die 4-6-8-Technik

Es gibt eine schnelle Hilfe für besonders intensive Stressmomente. Die sogenannte 4-6-8-Technik hilft dabei, dass die Atmung nicht zu schnell und flach wird, sondern sich bewusst entspannt. Zunächst ist es wichtig, sich für diese Atemübung entweder in einer aufrechten Position hinzusetzen oder hinzustellen. Dabei bleiben die Schultern gerade und eine Hand liegt auf dem Bauch. Jetzt wird tief durch die Nase eingeatmet und währenddessen bis vier gezählt. Dieser tiefe Atemzug erfolgt am besten, ohne dass sich der Brustkorb dabei anhebt. Anschließend bleibt die Luft für weitere sechs Sekunden in der Lunge. Auf sechs gilt es ganz langsam auszuatmen und währenddessen bis acht zu zählen. Diese Atemübung wiederholt der Anwender oder die Anwenderin ungefähr fünf Mal, um den Stress ganz bewusst wegzuatmen. Es gibt weitere solcher speziellen Atemübungen, um beispielsweise Frustration oder Zorn gekonnt zu eliminieren. Um die Veränderungen des Körpers im Zuge einer bewussteren Atmung wahrzunehmen, ist es sinnvoll, die Atemübungen täglich zu wiederholen. Im besten Fall ergibt sich daraus ein Ritual zu einer bestimmten Tageszeit. Dadurch fällt es dem Körper leichter, die Veränderungen anzunehmen und umzusetzen.

Auch im Sport kommt es auf die richtige Atemtechnik an

Wer schon einmal Yoga gemacht hat, weiß, wie wichtig die richtige Atemtechnik ist.

Eine spezifische Atemtechnik ist allerdings nicht nur für bestimmte Situationen oder die Gesundheit im Allgemeinen von Bedeutung. Auch beim Sport kommt es auf die richtige Atmung an. Beim Yoga, wo es ja bekanntlich um die Entspannung für Körper, Geist und Seele geht, heißt diese Atemübung „Pranayama“. Im spirituellen Sinne ist der Umgang mit dem Atem nämlich ganz eng mit Yoga verbunden, wie auch auf dem achtgliedrigen Pfad des Pantanjali Yoga festgehalten wird. Insbesondere Anfänger lernen dadurch besser zu atmen. Durch diese Technik ist es möglich, den Körper zu revitalisieren, ihn zu beleben und gleichzeitig den eigenen Geist zu aktivieren. „Pranayama“ ist gut geeignet, um Stress effizienter zu begegnen und diesen zu bewältigen. Wer gerne laufen geht, ob im Fitnessstudio oder in der Natur, weiß, dass die Atmung die halbe Miete für eine gute Kondition ist. Im Regelfall melden sich nämlich nach kurzer Zeit die unangenehmen Folgen der falschen Atmung beim Sport. Seitenstechen sind häufig ein Grund, weshalb Trainingszeiten abgekürzt oder beendet werden.

Tipp: Noch mehr zum Einfluss der Atmung und allgemein zum Thema „Richtig Atmen“ erfahren Interessierte hier.