PSYCHOLOGIE aktuell

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Spirituelle Gaben????....Spirituelle Wege

Spirituelle Gaben????....Spirituelle Wege

Energie als Seelenmedizin - Die Naturvölker nannten es liebevoll Kraft der Großen Mutter, von den Göttern an ausgewählte Menschen als Gabe verliehen. Ein Mythos, der in vielen Kulturen zu finden ist. Was ist dran an dem Mythos?

Aus meiner Sicht, die Bewunderung an die Menschen, die mit ihren "Gaben" helfen konnten, weil sie sich auf einen ganz persönlichen Entwicklungsweg begeben haben. Und da es nur wenige gab, die sich auf eine Reise zu sich Selbst begeben hatten, wirkten diese Menschen dann auf Andere so, als hätten sie eine göttliche Zauberkraft. Die Menschen selbst, hatten oft durch ihren kulturellen und rituellen Kontext, Vorstellungen von Dämonen oder Geistern in der Aura, gegen die sie mit dem Wissen, daß es sich um psychologische Schattenaspekte handelt, kämpften. Womit und wie? Zum Beispiel mit Heilpflanzen, Tänzen, Meridiandehnungen, Massagen, Ölen und Essenzen, Klängen, Meditation, Erkennen von Schieflagen im Denken etc. War so ein "Kampf" dann gewonnen, waren sie natürlich stolz auf sich. So wurde einst daraus ein Mythos und es entstanden viele Geschichten, zum Beispiel, daß dann die Kraft des besiegten Dämons oder Geistwesens als positive Heilkraft, als Gabe, zu dem Menschen überging und er plötzlich Besonderes konnte. Doch die Wahrheit blieb: es waren natürlich keine göttlichen besonderen vererbten oder verliehenen Gaben, Fähigkeiten oder Wunder, an welche man glauben muß, sondern es handelte sich um einen ganz normalen, spirituellen Entwicklungsweg. So war es früher in alten Kulturen der Naturvölker. Alles entspringt dem menschlichen Denken, der Vorstellungskraft, den inneren Bildern eines Menschen. Heute werden die alten Rituale der Naturvölker oft aus dem ursprünglichen Kontext herausgerissen und des psychologischen Zusammenhanges beraubt. So nehmen dann die Gedanken einiger Menschen ihren Lauf und es entstehen angstauslösende Komponenten (siehe meinen Artikel "Spiritualität aus psychologischer Sicht).

Es handelt sich bei diesen "besonders spirituell Begabten" im Gestern und im Heute wahrhaft um Menschen, die an sich selbst mit den Ansichten und Ansätzen des TCM oder des Ayurveda arbeiten. Es sind Menschen, die das Leben als spirituellen Weg für sich begreifen, die wissen, daß es darum geht, alle Verhaltensmuster, die Enge, Unehrlichkeit, Ängste und deren Kompensation zur Folge haben, abzulegen. Es sind Menschen, die verstehen, daß es im Leben um die wahrhafte Entwicklung der eigenen Persönlichkeit durch Selbstentfaltung in einem ganz klaren Ausdruck geht. Solche Menschen sind durch das Verstehen und durch eine gesunde, ganzheitliche Lebensweise in der Lage, das innere Leuchten nach Außen zu bringen. Die eigene Aura beginnt mehr und mehr in leuchtenden Regenbogenfarben zu strahlen, so daß Chakren und Meridiane immer besser mit Energie versorgt werden, was Körper, Geist und Seele zunehmend in Balance bringt.

Das bedeutet, es handelt sich also nicht um besondere Fähigkeiten, verliehene Gaben oder Wunder an die man glauben sollte, sondern um einen eigenen persönlichen Weg, der Gesundheit auf allen Ebenen bringt. Aus diesem Weg geht dann irgendwann hervor, daß die eigene Aura, die eigene Energie so klar strahlt, daß die universelle kosmische Energie, auch Chi oder Prana genannt, so klar durch das Energie- /Meridiansystem eines Menschen fließt, daß dieser, egal ob über den Klang der Stimme oder der Abstrahlung der Energie über Hände etc., in der Lage ist "dunkle Wolken" (jegliche Arten von Stress / über den Körper als Anspannung spürbar) in der Aura anderer Menschen zu transformieren, was bei Diesem natürlich sofort ein Gefühl der Weite, Freiheit und Geborgenheit erzeugt. Je weiter derjenige, der hilft, in seiner persönlichen Entwicklung ist, desto mehr spürt man das dann auch.

Spiritualität ist also ein ganz normaler, gesunder Entwicklungsweg, den jeder Mensch gehen kann. Es bedarf nur eines Bewußtseins für ein gesundes Selbst und einer gesunden Umwelt. Je vitaler, je gesünder ein Mensch ist, desto klarer ist seine energetische Abstrahlung / Ausstrahlung. Auf seinem Weg zur Balance von Körper, Geist und Seele darf man sich natürlich gern fachkundige Hilfe holen, egal ob Fitness für den Körper, Entspannung, Heilkräuter für die Küche, Klarheit oder Ruhe für den Geist ... Diese Hilfe kann auch ein bewusster Umgang mit Engeln oder Deva´s sein. Beides Hilfen vom eigenen höheren Selbst als psychologische, spirituelle Hilfsmittel zur Erkenntnis von krankmachendem Denken und Verhaltensweisen. Hier wird oft der Begriff des channelns verwendet. Channeln ist nichts anderes als Kontakt mit der eigenen inneren Stimme aufzunehmen, mit seiner Intuition oder dem "Bauchgefühl" – psychologisch das Höhere Selbst - und der bewussten Wahrnehmung einer Resonanz, die unterschiedliche Kommunikationsarten kennt. Die Deva´s, auch Feen genannt, sind die Kräfte der Natur, ganz banal gesagt, die Heilkräfte der Bäume, Pflanzen und Blumen. Man kann sie natürlich als Medizin oder Prophylaxe innerlich und äußerlich einnehmen, um auf der Körperebene mehr Harmonie zu erzeugen. Man kann sich aber auch mit der psychologischen Signatur der Pflanze beschäftigen und durch Erkenntnis sein Verhalten verändern. Die Engel haben den gleichen Hintergrund. Es sind Farbenergien für eine mentale Ausrichtung. Die Botschaften der Engel sind Hinweise, in welchem Bereich das Denken und Handeln eine neue Ausrichtung braucht. In der beratenden Psychologie können diese Hilfsmittel bewusst und zielgerichtet eingesetzt werden, um Menschen zu helfen, die sich in ihrem Geist als Hilfe für ihr Problem einen Engel vorstellen. Also wieder keine Gabe, sondern psychologisches Basiswissen, das durchaus über einen bewussten Kontakt zum eigenen Höheren Selbst begleitet werden kann.

Das bedeutet, egal welchen Weg wir gehen, wir sollten ihn immer aus einem klaren Bewusstsein heraus gehen und für uns selbst hinterfragen. Wann brauche ich wirklich welche Art der Hilfe. Die sollte dann fachlich fundiert sein.



Simone Radloff,
Psych. Beraterin, Coach, Dozentin