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Traumanalyse als Diagnose- und Therapiesystem

Traumanalyse als Diagnose- und Therapiesystem

Ist ein Knochen gebrochen liefert uns ein Röntgenapparat Informationen über das verletzte Glied. Doch wie erhalten wir Informationen über eine verletzte Seele? Ein „bildgebendes Verfahren für die Seele“ wäre für uns Psychotherapeuten von hohem Nutzen. Und genau das hat die Natur bereits erfunden – unsere Träume. Sie liefern uns aussagekräftige Bilder direkt von der Seele. Und nicht nur Standfotos, sondern auch Filme. Damit können wir nicht nur den aktuellen psychischen Status einschätzen, sondern sogar seelische Prozesse verfolgen und begleiten. Zudem erlauben Träume einen Blick auf innere Wahrheiten des Klienten, auf seine Abwehr- und Bewältigungsstrategien und – ganz wichtig – auf seine seelischen Ressourcen.

Traumsymbole folgen Regeln
Wollen Sie Traumanalyse als diagnostisches und therapeutisches Verfahren einsetzen, so erheben Sie als verantwortungsvoller Therapeut zu Recht den Anspruch, dass Traumsymbole wissenschaftlich beweisbar sein müssen.

Dieser Beweis ist möglich. Mehr noch, es zeigt sich sogar, dass Traumsymbole festen Regeln folgen – es gibt ein „dahinter liegendes Prinzip“. Somit wird Traumanalyse zum erlernbaren Handwerk, fernab jeder persönlichen Interpretation und subjektivem Richtigkeitsgefühl.

Die Seele formt die Gesellschaften 
Unser seelisches Geschehen bestimmt nicht nur unsere Träume, hauptsächlich bestimmt es unser Gefühl, unser Denken und unser Verhalten. Und damit zwingt es der gesellschaftlichen Entwicklung eine Richtung auf – Gewissensinhalte manifestieren sich in Religionen, Wertesysteme werden zu Gesetzestexten, Bedürfnisse gestalten Wirtschaftssysteme, Ängste, Aggression, Machtstreben etc. entladen sich in Kriegen.

Fast alle Träume in unserem Kulturkreis thematisieren den Konflikt zwischen den Anforderungen der Gesellschaft und den Bedürfnissen des Körpers und der Seele. Wir verstehen unsere Träume deshalb nur vor dem Hintergrund der menschlichen Kulturentwicklung:

Da während der Steinzeit die Eiszeit einsetzte, wurde das (Über-) Leben zu einem Kampf. Vegetation war das Wichtigste, denn sie war Nahrung. Die Fruchtbarkeit der Erde war ein lebenswichtiges Wunder.

Dann eine Beobachtung: Aus der Erde wächst neues Leben – und aus der Frau wächst neues Leben. Was denkt der kluge Steinzeitmensch also: Die Erde muss eine Frau sein! Steinzeitlogik. Sowohl Erde als auch Frauen können fruchtbar werden und zudem mit dem eigenen Körper Nahrung erzeugen (Muttermilch, bei Frauen). Das war die Geburtsstunde der Muttergottheit, der Großen Mutter. Fruchtbarkeit, und alles was damit zusammenhängt (Körper, Menstruation, Geschlechtstrieb, Sex etc.), wurden hoch verehrt, da sie von göttlicher Natur waren. Hunderte von Venusfiguren zeugen von diesem Weltverständnis:

Abb.1 Venus von Willendorf, ca. 25.000 Jahre alt, Kalkstein. Foto: Wikimedia Commons.

Venus-WillendorfBeobachtungen gepaart mit seelischen Funktionen (wie z.B. Fähigkeit zu Projektion, Fähigkeit Todesangst zu empfinden, Fähigkeit an etwas zu glauben) erzeugten ein Weltbild, das wir heute Matriarchat nennen. Weibliche, körperliche, und natürliche Eigenschaften bildeten das Werte- und Bezugssystem. Die Erde wurde als reales Wesen wahrgenommen, und Frauen wurden – weil auch sie fruchtbar werden konnten – als Göttinnen verehrt. Was waren das doch für herrliche Zeiten, meine Damen!

Mordende Mutter
Die Muttergöttin schien wohlwollend zu sein, denn sie schenkte Nahrung und sicherte so das Überleben. Das ging einige tausend Jahre gut, doch dann verlor die Göttin ihr sauberes Image – die Große Mutter mordete!

Wieder formten einfache Beobachtungen das Weltbild: Sowohl die Muttergottheit (die Natur) als auch reale Frauen unterlagen Zyklen, die die Fruchtbarkeit bestimmten. Bei der Erde war es der sich wiederholende Wechsel der Jahreszeiten: Die Göttin sorgte also nicht nur für eine Zeit der Fruchtbarkeit, sondern auch für eine Zeit des Hungers, der Kälte und des Todes. Und weiter: die Erdgöttin wohnte unten, denn alles was wuchs, hatte unten seinen Ursprung.

Aber auch alles was starb fiel nach unten – die Blätter im Herbst, die abgestorbenen Pflanzen, tote Menschen und Tiere. Heute wissen wir natürlich, dass hinter diesen Phänomenen die geneigte Erdachse und die Gravitation stecken, aber im Weltverständnis des Matriarchates bedeutete es, dass die Mutter ihre Kinder zurückholte. Lagen die dann auf der Erde wurden sie – durch Kompostierung, Verwesung und Würmer – zurück in den Leib der Mutter aufgenommen. Die Muttergöttin war also auch für das Sterben verantwortlich, hinter Geburt und Tod wirkte die gleiche (weibliche) Kraft.

Dem Tod entkommen
Sein ganzes Leben lang den Tod vor Augen zu haben, ist dem Seelenfrieden nicht zuträglich, das gängige Weltbild erzeugte psychische Spannungen.

Folgerichtig etablierte sich im Laufe der nächsten Jahrtausende ein Weltverständnis, mit dem man dem Tod (in Senso jedenfalls) entkommen konnte. Die Natur – und damit leider auch reale Frauen – wurden als todbringend verteufelt. Der vorläufige Endpunkt dieser Entwicklung sind unsere Hochreligionen, ihr gemeinsames Merkmal ist die Überwindung der Natur und damit der Sterblichkeit. Ihre Botschaft ist verlockend: Glaub an die Natur und du wirst sterben – aber verleugne die Natur, und du kannst ewig leben! Im Himmel, der (un-)natürlich oben ist. Unsterblichkeit ist auch das Wahlversprechen des in unserem Kulturkreis gängigen christlichen Gottes.

Der gefühlte Gegenpol des Matriarchates war also das Patriarchat. Weiblichen, natürlichen und körperlichen Attributen und Werten wurde abgeschworen, heilbringend war das geistig-rationale Weltverständnis. Die neuen Gewissensinhalte trieben Blüten, natürliche Körperfunktionen wurden verteufelt, Hexen (vornehmlich weibliche) wurden verbrannt, der Zölibat wurde erfunden. Nichtnatürliche Eigenschaften standen und stehen hoch im Kurs: Disziplin, Körperbeherrschung, Wachstum, Leistung, Karriere, Reichtum, gesellschaftlicher Status etc.
Diese Entwicklung ist der Hintergrund für unsere Leistungs- und Wissensgesellschaft und für das gesellschaftliche Ungleichgewicht zwischen Mann und Frau. Wie sehr unser heutiges Leben mit diesem Werdegang verwoben ist, zeigt ein Treppenwitz der Geschichte: Weil die Erdachse geneigt ist und Materie Gravitation ausübt, bekommen heute Frauen für gleiche Arbeit weniger Lohn.

Traumsymbole zeigen Persönlichkeitsanteile des Träumers Der besseren Lesbarkeit halber führe ich zwei Abkürzungen ein: „M“ steht für matriarchale Aspekte, „P“ für Patriarchale. M steht damit für Fruchtbarkeit, emotionale Wärme, Geborgenheit, Liebe, Körperlichkeit, Leidenschaft, Lust, Sex, Urwüchsigkeit, Intuition, Heilung. Aber auch für Sterblichkeit, Chaos, Wildheit, Blut, Schweiß und Tränen.

P beschreibt die patriarchale Gedanken- und Wertewelt. Beispielsweise Abkehr von der Natur, Vernunft, Ratio, Abstraktes, Regeln, Ordnung, Disziplin, Streben nach Höherem, Karriere, Macht, Sünde, Verzicht. Aber auch für Unsterblichkeit, Erlösung, Seligkeit und Ordnung.

Die Seeleninhalte des P/M-Entwicklungsprozesses finden wir im kollektiven Unbewussten. Dass diese Betrachtungsweise keine abgehobene theoretische Spielerei ist, sondern dass die kollektive Psyche ganz konkret unser Leben und unsere Träume beeinflusst, verdeutlicht folgendes Beispiel:
Ein häufiges Traumbild ist: „Ich gehe nach Westen“. Die Ausrichtung nach Himmelsrichtungen zieht sich durch die gesamte Menschheitsgeschichte:
Kultstätten (Stonehenge, Newgrange, Pyramiden etc.) sind nach Ost-West ausgerichtet. In fast allen urzeitlichen Gräbern sind die Leichen in Ost-West-Richtung bestattet. In kulturbildenden Überlieferungen – z.B. dem Gilgamesch-Epos – spielt Ost-West eine zentrale Rolle. „Ost-West“ hat sogar entscheidend unsere heutige Gesellschaftsform mitgestaltet, denn in den Hochreligionen ist Ost-West von Bedeutung. (Sogar unsere heutigen Kirchengebäude sind fast alle nach Ost-West ausgerichtet.)

Wenn die Himmelsrichtung seit zigtausend Jahren die Menschen beeinflusst, wenn ganze Völker Jahrzehnte lang schuften um (nach den Himmelsrichtungen ausgerichtete) Pyramiden zu bauen – dann dürfen wir annehmen, dass „Ost-West“ eine bestimmende seelische Größe ist.

Anhand archäologischer Funde kann man nun nachweisen, dass „West“ die seelische Heimat des M-Potenzials ist. (Das hat u. a. mit dem kollektiven Erleben des Sonnenuntergangs und der Dunkelheit zu tun.)

Im Traum zeigen die kollektiven Symbole Persönlichkeitsanteile des Träumers. (Innere Wahrheiten, Lebenspläne, Problembereiche und Defizite, aber auch Ressourcen und Strategien.) 
Wenn nun ein Mensch träumt, er gehe nach Westen, kann man daraus schließen, dass sich seine seelischen Prioritäten in Richtung „Natürlichkeit“ verlagern, der Träumer hat M-Ressourcen und M-Potenzial. Damit kann er den Kräfte raubenden P-Anforderungen entgegentreten.

Warum, zur Hölle, ist der Himmel oben?
Alle kollektiven Traumsymbole fügen sich nahtlos in das P/M-Schema ein.
„Fliegen“ beispielsweise und der Gegenspieler „fallen“ (Sie wissen schon, die Sterblichkeit ist unten.) Der majestätische Adler ist demnach P, denn er kann nach oben der totbringenden Natur entkommen. (In den Himmel, das Domizil der Unsterblichkeit.) Die Schlange hingegen hat nicht einmal Beine, sie schmiegt sich mit dem Körper an die Erdgöttin. Und sie tötet. Folgendes Bild symbolisiert den Sieg über die todbringende Natur:

Abb.2 Antikes Mosaik. Foto: Pictocon.net

Antikes MosaikAntikes Mosaik
P/M-Symbole durchziehen nicht nur unsere Träume, auch in der stofflichen Welt sind sie vertreten. Die Schlange – das M-Symbol schlechthin – spielt nicht nur in Harry Potter eine entscheidende Rolle, sondern besonders im Christentum – sie hat uns in die Sterblichkeit zurückgetrieben. (Mit Hilfe einer Frau. Natürlich.) Und das mächtigste Instrument der P-Gesellschaft – die Dollarnote – zeigt einen Adler mit stilisierter Schlange im Schnabel.

Natur contra Leistungsgesellschaft
Laut unserem genetischen Bauplan sind wir Naturwesen – wir haben einen Körper und unterliegen natürlichen Prozessen und Bedürfnissen. Mit dieser Ausstattung müssen wir aber in einer Gesellschaftsform bestehen, die dieser Natürlichkeit entgegen steht.

Wir haben Inhalte (und benötigen Ressourcen) für beide seelischen Pole. Was sich wie eine Binsenweisheit anhört, bestimmt heute maßgeblich unser seelisches Geschehen: Wir müssen einerseits unsere Natürlichkeit ausleben dürfen, damit wir nicht seelisch und körperlich verkümmern, andererseits müssen wir leistungsbereit, diszipliniert, fleißig etc. sein, damit wir gesellschaftlich nicht abstürzen.

Ein alltägliches Beispiel: M (= natürlich) wäre, wenn wir schlafen dürften, bis der Körper ausgeschlafen hat – P (= gesellschaftskonform) ist es, wenn wir uns vom Wecker sagen lassen (müssen) wann wir aufstehen.

Der P/M-Konflikt unserer Psyche ist das Schlachtfeld, auf dem unsere Träume angesiedelt sind. Denn seelisch befinden wir uns immer im Spannungsfeld zwischen „dem was wir wollen“ und „dem was wir müssen“. Wir wollen, weil wir einen Körper, Gefühle und Bedürfnisse haben. Weil wir aus der Natur hervorgegangen sind, und unser genetischer Bauplan eben eine bestimmte Natürlichkeit verlangt.

Wir müssen, weil die Leistungsgesellschaft Anforderungen an uns stellt. Und unser Gewissen, weil es uns mit einem „schlechten Gewissen“ bestrafen kann, wenn wir nicht unseren (von den Gesellschaftsregeln erzeugten) inneren Antreibern gerecht werden.

Ein Praxisbeispiel Klient 48 Jahre, klagt über ungeklärte Müdigkeit und Erschöpfung. Hausärztliche Untersuchung OB, er kam zu mir, um Entspannungsübungen durchzuführen. Er berichtete folgenden Traum:
Fahre mit meinem Auto auf einer neuen, schnurgeraden Straße (nach Westen) durch ein Hochhausgebiet. Plötzlich führt die Straße zwischen Feldern hindurch und wird kurvig und schlechter; sie besteht nur noch aus Steinplatten, dann nur noch aus Matsch und Lehm. Das stört mich aber nicht, es macht sogar Spaß, wie der Wagen rutscht und schlittert. Dann aber fliege ich aus einer Kurve, ein Polizist sagt: „Siehste!“

Natürlich wusste auch dieser (selbstständige) Klient, dass er beruflich kürzer treten sollte. Aber selten hat die bloße Erkenntnis dieser Weisheit die Situation verbessert. Solange die seelischen Wertmaßstäbe P-orientiert sind, wird jeder Versuch sich beruflich zu entlasten mit einem schlechten Gewissen bestraft und somit scheitern. Erst wenn die seelische Umgebung es erlaubt ohne schlechtes Gefühl einen guten Auftrag abzulehnen oder eine Beförderung auszuschlagen, ist die Gefahr des Burnout gebannt. An dem vorgestellten Traum können wir ablesen, dass der Klient auf einem guten Weg war, diese Fähigkeit zu erlangen.

Woran sehen wir das? Die kollektive Traumpsyche weist „Ost“ als die seelische Heimat des patriarchalen Wertesystems aus, während „West“ der Hort des Wertesystems einer natürlichen Lebensweise ist.

Die seelische Umgebung ist anfangs im Osten also in den P-Werten. Die Hochhäuser sind (sowohl im Traum als auch real) typische Merkmale unserer patriarchalen Ordnung. (In Hochhäusern lebt man „oben“.)

Doch der seelische Standpunkt gerät in Bewegung: Der Klient fährt nach Westen. Uns Traumanalysten zeigt dies eine Verlagerung in Richtung M-Fähigkeiten und M-Lebenseinstellung. Folgerichtig führt die Straße durch Felder („Lebens“-Mittel) und ist auch zunehmend aus Naturmaterialien – nur im Patriarchat gibt es Stoffe die künstlich (= nicht natürlich) sind. Auch werden im Westen Ordnung und Struktur („schnurgerade Straße“) aufgehoben, die Natur ist nun mal organisch und nicht klinisch rein. Daher auch die Traumbilder „Matsch und Lehm“, der Westen besteht aus „Erde“. Tausendfach belegen Träume diese Symbolzuordnung, man muss nur einmal darauf achten.

Der Träumer befindet sich seelisch also auf dem Weg in eine lebensbejahende Einstellung. Der Prozess ist jung („neue Straße“), die Idee sich zu verändern wird in diesem Traum ausprobiert.

Aber die Psyche ist nicht besonders mutig, wenn es um Veränderungen geht. Jahrelang etablierte und bewährte Strategien und Weltanschauungen zu verleugnen ist riskant. Immerhin verzichtet man damit auf ein Methodeninventar, mit dem man sein Leben gemeistert hat und das die Grundlage für die meisten Entscheidungen war. Diese Richtlinien infrage zu stellen birgt das Risiko eines (seelischen, beruflichen und/oder gesellschaftlichen) Absturzes. Es gibt also seelische Kräfte, die einer Reise in M entgegenwirken. Diese, am aktuellen Status festhaltenden Kräfte, zeigt der Traum auch:
Anfangs fühlt das Traum-Ich sich befreit. Abseits gesellschaftlicher Normen mit neuer Freiheit ausgestattet, genießt es das M-Lebensgefühl “... es macht sogar Spaß, wie der Wagen rutscht und schlittert.“ Doch dann kommt die Intervention der zur Ordnung rufenden Wertmaßstäbe: Der Wagen fliegt aus der Kurve - der weitere Vorstoß in M ist vorerst gestoppt. Folgerichtig taucht ein Polizist auf, er ist ein „Ordnungshüter“, eine Gewissensinstanz, die über die Einhaltung der gültigen Regeln wacht.

Doch die seelische Ressource „Veränderung“ ist mit einiger Kraft ausgestattet: der Ordnungshüter führt den Ausreißer nicht ab, zurück ins P, er bringt nur noch ein lächerliches „Siehste!“ heraus. Übersetzt: Das schlechte Gewissen, das sich einstellt sobald der Träumer gegen seine gültigen Wertmaßstäbe verstößt, dürfte nicht allzu groß sein. Daran sehen wir, dass der Klient bereits Fähigkeiten und seelische Strategien besitzt, mit denen er einer Überlastung aufgrund dysfunktionalen inneren P-Wahrheiten entgegenwirken kann. Durch die Analyse dieses Traumes haben wir Therapeuten jetzt die Möglichkeit diesen Prozess zu erkennen, zu benennen und zu unterstützen.

Methodische Erschließung der Traumanalyse – die Traumtafel Ein praxistaugliches Werkzeug ist die Traumtafel. Mit ihrer Hilfe können selbst verwirrende Träume entzerrt –, und die Struktur optisch dargestellt werden. Ihre Anwendung ist denkbar einfach: Alle M-Symbole werden links, alle P-Symbole werden rechts eingetragen. In die Mitte kommen die Aktivitäten des Traum-Ichs. Hier die Traumtafel des eben erzählten Traumes:

Abb.3 Traumtafel des Traumes: „Siehste!2

Antikes Mosaik

Schon an der Dichte der Einträge erkennt man auf der Traumtafel das gültige Wertesystem. Anfangs ist der Träumer P-orientiert, dann der deutliche Wechsel nach links zur M-dominierten Lebenseinstellung. Der Stopper – hier ein Polizist – ist typisch und setzt wie ein Schlusspunkt dem Traum ein Ende.


 

 

 

Dietmar Schlau
Heilpraktiker für Psychotherapie in eigener Praxis, erforscht seit 30 Jahren die Traumsymbolik, Dozent an der Paracelsus Schule Villingen-Schwenningen, Buchautor
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Weitere Informationen und Literaturempfehlung
Dietmar Schlau: Die Bibel 2 oder Die Sprache der Träume, 2011
Traumforum.Dietmar-Schlau.de
www.Die-Bibel-2.de