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Jahreskreisfeste in der heutigen Zeit, was steht dahinter?

Jahreskreisfeste in der heutigen Zeit, was steht dahinter? ODER Das Geheimnis der Göttin

ODER: Das Geheimnis der Göttin

Die 8 Jahreskreisfeste sind wichtige traditionelle Höhepunkte durch das Jahr für ein Leben im Einklang mit der Natur. Sie haben Ihren Ursprung im alten Wissen der Naturvölker, die den Zyklus der Göttin verkörpern.

Gerade in der heutigen, von Stress und Hektik geprägten Zeit, ist es wichtig die Verbindung zur Natur wieder herzustellen, die uns Menschen dabei hilft, unseren natürlichen Rhythmus wieder zu finden und ins Zentrum, in die eigene Mitte zu kommen. Das gesamte große alte Heilwissen, wie z. B. die Lehre des Ayurveda „Wissen über das Leben“ oder die traditionelle chinesische Medizin basieren auf dem Verständnis der Rhythmen und Zyklen der Natur und der Erde und deren Zusammenspiel mit allem Leben. Der bewusste Wandel durch den Jahreskreis bedeutet, sich in den Fluss des Lebens zu begeben, den Einklang zwischen der Natur im Außen und dem eigenen Inneren herzustellen. Egal ob es dabei um den geschäftlichen Erfolg geht, um den richtigen Zeitpunkt von Projekten und Ideen oder darum, noch verborgene Potentiale zu erkennen und zu leben und sich damit dann von alten überlebten Strukturen und Verhaltensmustern zu verabschieden. Diese Prozesse erhalten durch die kosmischen Energien, durch die Natur und Mutter Erde eine große Unterstützung.Nachfolgend möchte ich Ihnen den traditionellen Hintergrund der 8 Feste im Jahr zeitgemäß beschreiben.

02. Februar – Lichtmess – das Ritual der jungen Mondsichel. Es ist die Zeit der dreifaltigen Göttin mit ihren 3 Aspekten Heilkunst / Schutzherrin der Geburt / Schmiede- und Dichtkunst. Im Hier und Jetzt bedeutet das, es ist an der Zeit, das neue Jahr zu „schmieden“. Es geht darum Visionen in konkrete klare (klar geschmiedete) Worte zu formen. Das kann eine geschäftliche Idee sein, oder der richtige Zeitpunkt, um in der Arbeit mit Clienten neue Erkenntnisprozesse bspw. durch Gesprächstherapie, Einsatz von homöopathischen Mitteln, Reinigung, Ausleitung… in Gang zu bringen, um alte lähmende Verhaltensweisen, Blockaden und Hindernisse fallen zu lassen, die häufig schon ihren Niederschlag auf der Körperebene finden, um den Weg für noch ungelebte
Potentiale zu ebnen und neue Potentiale zu entdecken, was auf der Körperebene zur Gesundung führt.

21. März – Frühlingstagundnachtgleiche – Tag und Nacht halten sich die Waage. Ein Gleichgewicht, das alle Lebewesen mit dem Aufsteigen der Lebenskraft in Kontakt bringt. Es ist ein Fest der erwachenden Erde. Die Grundlage für den Schritt aus der feinstofflichen Welt von „Lichtmess“ heraus wird geschaffen, um noch unsichtbare Visionen in grobstofflichen Vorgängen manifestieren zu können, damit schon bald das Samenkorn in der Erde entsteht. Jetzt geht es darum, das Neue im Leben wachsen zu lassen, so dass a us der Erkenntnis eine aktive Handlung wird. Dieser Prozess kann sehr gut durch Körperarbeit, wie z. B. Tanzen oder Tai Chi begleitet werden.

30. April / 1. Mai – Walpurgis – ein schillerndes Fest des Doppelaspektes aus Nacht und strahlender Helligkeit. Walpurgis verkörpert eine immense Kraft, in der Schranken des menschlichen Verstandes und des physischen Körpers fallen. Es geht hier um das Fühlen, um die Wahrnehmung der Anderswelt. Das bedeutet, der Wandlungsprozess ist eingeleitet. Es sind neue Sichtweisen entstanden, es ist Platz für neue Wege. Um diese Wege klar im Inneren zu erkennen und sie mit der Kraft des Frühlings auch zum Wachstum zu bringen, kann der Prozess sehr gut mit kreativen Methoden, wie singen, tanzen, malen, töpfern, Steinhauen, Handwerk aus Naturmaterialien, Gartenarbeit…… begleitet werden, was den Aspekt der Nacht symbolisiert. Der Aspekt der strahlenden Helligkeit ist nun die aktive Umsetzung des Neuen. Über diese bewusste Arbeit, die neue Verhaltensweisen im Außen zutage bringt, w ird der Mensch immer weiter in seine bisher noch nicht gelebten Potentiale gebracht, hinter denen sich sehr oft nicht gelebte Kinderträume verbergen, die dann zum Vorschein kommen.

21. Juni – Sommersonnenwende – die Feuerkraft. Das Feuerelement wendet sich in seiner hitzigsten Zeit seinem Gegenpol, dem Wasserelement zu. Es geht um ein Innehalten inmitten der vielfältigen Fülle von Schönheit und Ausdehnung und darum, die Feuerkraft, die Kreativität in sich zu spüren, sich mit ihr zu verbinden. Visionen erstrahlen dann in ihrer Pracht und dürfen sich noch weiter ausdehnen. Es ist die Zeit der Erfolgserlebnisse. Der Mensch sieht den Erfolg seiner neuen Verhaltensweisen und wird nun über Weg von Wasser und Feuer noch einmal ins Innere geführt, um mit der Wasserkraft „Details“ zu finden, um sein Potential, sein Ziel, seine Vision, seinen Traum mit der großen Kraft der Aktivität (Feuer) noch weiter zur Ausdehnung zu bringen. Das bedeutet schrittweise Gesundheit auf allen Ebenen.

2. August – Schnitterin / Kräuterweih – ein Ritual, dass den Doppelaspekt der Ernte bewusst macht. Fülle und „Zerstörung“ – die silbrig-kühle Energie der schlanken Mondsichel. Der Jahreszeitliche Wandel der Göttin von der heißen Sommerkraft des Tages in die dunkle Energie des Herbstes und Winters wird bewusst. Aufbauende Kräuter für die dunkle Zeit stehen im Mittelpunkt – es geht um das Einsammeln von Nährendem und dem Ablösen von Altem. Eine starke Energie für Trennungen von unstimmigen, blockierenden Aspekten im Leben entsteht. Zu diesem Zeitpunkt bekommen Therapeuten (das gilt auch für den eigenen inneren Heiler) eine große kosmische Unterstützung, um komplexe Muster, die aus vielen kleinen Einzelkomponenten / alte Verhaltensweisen bestehen, sichtbar zu machen, um sie dann bewusst aus dem Leben zu verabschieden. Das wird durch die Erfolgskraft des Sommers beschleunigt. Hier kann wieder sehr gut homöopathisch oder mit ausleitenden Massagetechniken begleitet werden. Besonders gut in dieser Zeit ist die ayurvedische Abhyangha. Sie enthält beide Aspekte – Ausleitung und Aufbau.

21. September – Herbsttagundnachtgleiche – Wir treten nun in die dunkle Hälfte des Jahres ein und unsere Aufmerksamkeit ist in dieser Zeit mehr auf die Vorgänge in unserem Inneren gerichtet. Es herrscht eine sehr ruhige Grundenergie, um sanft vom Hellen ins Dunkle zu gleiten. Die Ernte wird eingeholt. Der richtige Zeitpunkt, um auf das Erreichte in diesem Jahr zu schauen und die Fülle wahrzunehmen, klar zu sehen, was in diesem Jahr alles schön war und es dann voll Dankbarkeit mit Mutter Erde zu teilen. Dieses Fest bringt noch einmal besonders die heilsame Verbindung zwischen Mensch und Natur, Mensch und Mutter Erde ins Bewusstsein. Schließlich waren die Bäume, die heilsamen Pflanzenessenzen und Kräuter oder der entspannte Spaziergang in der Natur, vielleicht am Wasser oder im Wald ständige Begleiter und Hilfen auf dem Weg.

31. Oktober / 1. November – Dunkelheitsritual – es konfrontiert uns mit der Kraft des Sterbens. Jedes Jahr sehen wir in der Natur das Keimen, Wachsen, Gedeihen, um dann zu Sterben oder in die Erde zurückzukehren. Dinge gehen zu lassen und den Tod als Teil des Naturzyklus zu verstehen. Es ist die richtige Zeit, sich mit seinen eigenen Schattenaspekten nochmals zu befassen. Zur Zeit des Dunkelheitsrituals ist der Übergang zur Anderswelt besonders leicht. Themen dieser Zeit sind Abschiednehmen von Verstorbenen des letzten Jahres oder das Abschiednehmen von einst von den Eltern oder Großeltern übernommenen Verhaltensweisen und Mustern, die nun komplett gehen können. So werden alte Bindungen gelöst.

21. Dezember – Wintersonnenwende – in den Stillstand gehen ist jetzt das Thema. Schwere macht sich breit. Es geht um die Wahrnehmung der spirituellen Seite der Dunkelheit, die die Möglichkeit in sich trägt, Licht zu gebären. Es ist der Stillstand tief in Mutter Erde, die Zeit der Ruhe, der Innenschau. Leider ist in der heutigen Zeit gerade dieser wichtige Punkt der Ruhe und Besinnlichkeit von Weihnachtsstress und Co überlagert. Die Zeit zwischen den Zeiten beginnt: die 12 Rauhnächte – viele Frauen nutzen diese Zeit für persönliche Orakelbefragungen / Kartenlegen als Vorausschau auf den nächsten Zyklus, das kommende Jahr. In dieser Zeit geht es darum, in seinen Tiefen zu „graben“, um dann daraus die Vision für das kommende Jahr entstehen zu lassen.

Über diesen Jahreskreislauf bewegen wir uns Jahr für Jahr auf unserem Lebensweg und werden immer gesünder. Unsere Ideen, Visionen und Projekte werden immer fruchtbringender. Das ist es, was sich hinter dem Geheimnis der Göttin verbirgt, Kreislauf des Lebens, Abschied und Beginn.

 

 

Simone Radloff
Psychologische Beraterin und Entspannungstrainerin
www.simone-radloff.de