PSYCHOLOGIE aktuell

(0 Bewertungen, durchschnittlich 0 von 5)

Im Farbenrausch gegen Stress

Im Farbenrausch gegen Stress

Therapeutisches Malen zur Vorbeugung und Behandlung des Burn-Out-Syndroms

Höher, schneller, weiter. Die Anforderungen an uns werden immer größer, sowohl privat als auch im Beruf. Und auf Dauer macht uns dieser wachsende Druck krank. Doch warum eigentlich? Grundsätzlich sind Herausforderungen und Anstrengungen nützlich.

Im Farbenrausch gegen StressIm Farbenrausch gegen StressIm Farbenrausch gegen Stress

Stress schärft unser Denkvermögen und die Konzentration, er macht uns wachsam und aufmerksam. Ursprünglich war diese biologische Stressreaktion unsere Lebensversicherung: Bei akuter Gefahr war die erhöhte Alarmbereitschaft die Vorbereitung auf Kampf oder Flucht. Das Herz schlägt schneller, der Blutdruck steigt und die Atmung beschleunigt sich. „Unwichtige“ Körperfunktionen wie Verdauung, Sexualtrieb oder Immunabwehr werden unterdrückt. Waren diese Reaktionen zu Urzeiten für kurzfristige Gefahrenmomente vorgesehen, so werden sie in der modernen Zeit oftmals zum krankmachenden Dauerzustand.

Am Ende dieser Abwärtsspirale steht ein quälender Zustand, für den Therapeuten und Ärzte viele Bezeichnungen haben: Chronisches Erschöpfungssyndrom, Burn-Out, Depressive Verstimmung, Affektive Störung. Doch das, was die Menschen so sehr am Leben hindert, sind immer die gleichen, unsäglichen Gefühle: Müdigkeit, Traurigkeit, Überforderung, Verzweiflung. Vielfach begleitet von körperlichen Beschwerden wie Schlaflosigkeit, Essstörungen, Infektionsanfälligkeit, Verdauungsbeschwerden und Schmerzen. Die Hoffnung auf Besserung ist unterwegs abhandengekommen. Doch es gibt einen Ausweg: Der erste Schritt ist, den Druck zu reduzieren, um "zu sich zu kommen" und wieder handlungsfähig zu werden.

Nur wer immer wieder und regelmäßig innehält, gönnt seinem Verstand, seinem Gemüt und seinem Körper die dringend notwendigen Erholungsphasen. Diese Freiräume brauchen wir, um dauerhaft leistungsfähig, gesund und zufrieden zu bleiben. Viele Wege führen dort hin: Sport, Musik, Meditation – oder Malen. Das Schwelgen in Farbe und Form lässt uns die Zeit vergessen und bringt uns zur Ruhe. Kunsttherapeutisch begleitetes Malen heißt intuitiv malen, ohne jeglichen Zwang oder Leistungsdruck, mit nur einem Ziel: Kein Ziel zu haben. Es ist alles erlaubt, es gibt kein Richtig und Falsch.

Begleitetes Malen hilft, belastende Gefühle für eine Weile zu vergessen – und Auswege zu finden.

 

Heilpraktiker.de Mitmachredaktion

Christine Schorling
Kunsttherapeutin, Heilpraktikerin
Informationen zur Autorin finden Sie auf: theralupa.de