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Pferdekauf ist eine eigene Wissenschaft

Pferdekauf ist eine eigene Wissenschaft

Der Kauf eines Pferdes ist keine Kleinigkeit, vor allem da es meist um nicht unerhebliche Geldmengen geht. Es sind viele Faktoren zu beachten. Erst einmal geht es um die persönlichen Ansprüche an das Pferd. Soll es ein Freizeitpferd sein, auf dem man „nur so“ reiten möchte und vielleicht sogar an kleineren Turnieren teilnehmen will, möchte man es vor eine Kutsche spannen, soll es in die Zucht gehen oder gar ein Pferd für den Profi sein, der natürlich ganz andere Ansprüche an das Tier stellt.

Während die meisten Freizeitpferde sich von den körperlichen Grundeigenschaften kaum unterscheiden, sind die Unterschiede zwischen Kutsch- und Reitpferden doch relevant. Des Weiteren muss man sich klar sein, ob man ein junges, unerfahrenes Tier, das man selbst noch ausbilden muss, möchte, oder lieber ein älteres Tier, das schon charakterlich gesetzt und erfahren ist. Diese Punkte hängen natürlich auch mit den Reitkünsten des späteren Besitzers zusammen sowie mit der Zeit, die der Besitzer investieren kann.

Seit 10 Jahren gilt im Pferdehandel die „Verbrauchsgüterkaufrichtlinie“ der Europäischen Union. Ein privater Käufer hat Anspruch auf eine „mangelfreie Sache“. Als mangelfrei wird ein Tier bezeichnet, wenn es beim Kauf die vereinbarte Beschaffenheit hat, wenn es sich für die nach dem Vertrag vorausgesetzte Verwendung eignet, wenn es eine Beschaffenheit aufweist, die bei Tieren gleicher Art üblich ist und die der Käufer nach Art des Tieres erwarten kann (ein Reitpferd muss also reitbar sein, die Zuchtstute zuchttauglich).

Im Fall eines Mangels kann der Käufer Nacherfüllung verlangen und auf Beseitigung des Mangels bestehen oder eine Ersatzlieferung fordern.

 

Checkliste zum Kauf des Traumpferdes

  1. Verwendungszweck Suche ich ein Hobby-/Freizeit- oder ein Turnierpferd?
  2. Rasse und Abstammung Soll es ein Dressurpferd, Springpferd, Westernpferd o.Ä. sein?
  3. Preis Wie viel bin ich bereit auszugeben? Angebote vergleichen!
  4. Alter Will ich ein junges wildes oder ein älteres erfahrenes Pferd?
  5. Geschlecht Stute, Hengst oder Wallach – jedes Geschlecht hat seine Eigenarten.
  6. Typ und Farbe Schönheit liegt immer im Auge des Betrachters!
  7. Teamfähigkeit Reiten ist Teamwork. Was für ein Typ bin ich und welches Pferd passt zu mir?

 

Pferde mit „Untugenden“

Sehr wichtig ist das Wesen des Pferdes. Ein freundlicher Gesichtausdruck und große Augen sollten der erste Eindruck sein. Ein freundliches Tier, das sich dem Menschen willig und vertrauensvoll mit nach vorn gestellten Ohren nähert, ist immer angenehmer als eines, das einem den Rücken zukehrt. Solch derartiges Benehmen mindert den Wert eines Pferdes erheblich.

Hier sollten Sie aufpassen: - Krippensetzen, Koppen und Weben sind Anzeichen für soziale Störungen - Beißen, Schlagen oder Aggression - Pferde, die sich nicht einfangen oder nicht aufzäumen lassen wollen - Leicht erregbare Pferde, die unablässig in der Box auf und ab gehen - Ein Pferd, das seine Ohren zurücklegt und zu treten versucht, sobald man es sattelt oder wenn man den Gurt anzieht

 

 

 

abbas-schirmohammadi

HP PSY Abbas Schirmohammadi
Heilpraktiker für Psychotherapie, Chefredakteur „Paracelsus“ Magazin